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Alpabzug in Wassen beendet sehr guten Sommer

Rund 2000 Besucher liessen sich das Spektakel von Folklore und Brauchtum am Samstag, 14. September, nicht entgehen.
Urs Hanhart
Beim Alpabzug in Wassen zückten viele Besucher ihr Handy. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2109)Beim Alpabzug in Wassen zückten viele Besucher ihr Handy. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2109)
Die Tryychlergruppe Gersau sorgte für ein ohrenbetäubendes Konzert. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Die Tryychlergruppe Gersau sorgte für ein ohrenbetäubendes Konzert. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Fotosujets gab es beim Alpabzug in Wassen ganz viele. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Fotosujets gab es beim Alpabzug in Wassen ganz viele. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Festliche geschmückte Kühe beim Alpabzug in Wassen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Festliche geschmückte Kühe beim Alpabzug in Wassen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Festlich geschmückte Kühe beim Alpabzug in Wassen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Festlich geschmückte Kühe beim Alpabzug in Wassen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Alpabzug in Wassen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Alpabzug in Wassen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Festlich geschmückte Kühe beim Alpabzug in Wassen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Festlich geschmückte Kühe beim Alpabzug in Wassen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Zwischen Ziegen und Kühen marschierte ein riesiger Bernhardiner mit einem Wägelchen mit einem Fass. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Zwischen Ziegen und Kühen marschierte ein riesiger Bernhardiner mit einem Wägelchen mit einem Fass. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Barbara Schilter trug einen Betruf vor. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Barbara Schilter trug einen Betruf vor. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Festlich geschmückte Kühe beim Alpabzug in Wassen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Festlich geschmückte Kühe beim Alpabzug in Wassen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Die Kinder führen die festlich geschmückten Kühe vor. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Die Kinder führen die festlich geschmückten Kühe vor. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Alphornbläser und Fahnenschwinger sorgen für eine festliche Stimmung beim lokalen Markt. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Alphornbläser und Fahnenschwinger sorgen für eine festliche Stimmung beim lokalen Markt. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Die Kühe waren beim Alpabzug in Wassen festlich geschmückt. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Die Kühe waren beim Alpabzug in Wassen festlich geschmückt. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Die Tiere lassen sich gerne von den Kindern streicheln. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Die Tiere lassen sich gerne von den Kindern streicheln. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Ob es hier wohl nur beim Schnuppern bleibt? (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Ob es hier wohl nur beim Schnuppern bleibt? (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Beim Alpabzug in Wassen waren farbig geschmückte Kühe zu bestaunen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Beim Alpabzug in Wassen waren farbig geschmückte Kühe zu bestaunen. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
Bei einem Markt boten lokale Produzenten ihre Produkte und Waren feil. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)Bei einem Markt boten lokale Produzenten ihre Produkte und Waren feil. (Bild: Urs Hanhart, 14. September 2019)
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So farbenfroh präsentierte sich der Alpabzug in Wassen

Im sonst eher beschaulichen Bergdorf Wassen herrschte am Samstag Hochbetrieb. Zahlreiche Besucher aus nah und fern, darunter auch viele Ausländer, strömten in die 404-Seelen-Gemeinde, um sich ein Spektakel anzuschauen, das es schon lange gibt, aber erst seit 2013 gross aufgezogen wird. Seither wird die Rückkehr der Kühe von den Alpen im Meiental ins Tal nämlich mit einem Dorffest verbunden. Und das war mit grossem Erfolg verbunden, denn bei der Premiere lockte dieser Event über 3000 Besucher an.

Inzwischen ist die Zahl etwas zurückgegangen und hat sich bei 1500 bis 2000 eingependelt. Nach Schätzungen der Organisatoren dürften am Samstag wieder etwa rund 2000 zumeist mit Handys oder Fotoapparaten ausgestattete Schaulustige die Strassen gesäumt haben – dies notabene bei bilderbuchmässigem Altweibersommerwetter.

«Bei der Premiere vor sechs Jahren sind wir richtiggehend überrannt worden. Eigentlich sind wir ganz froh, dass die Besucherzahl nicht mehr ganz so hoch ist», sagte Gemeindeschreiber und OK-Mitglied Iwan Stampfli. «Unser Event soll familiär und übersichtlich bleiben.»

Tryychler und Betruf fehlten nicht

Bereits zwei Stunden vor dem Eintreffen der Hauptdarsteller im Dorf tummelten sich ganz viele Leute auf dem Dorfplatz, wo lokale Produzenten auf dem eigens eingerichteten Markt mit 17 Ständen ihre Produkte und Waren feilboten. Und es trafen laufend noch mehr Besucher ein. Gemäss Zeitplan hätte der Höhepunkt um 11.30 Uhr steigen sollen. Aber der Tross mit den liebevoll und originell geschmückten Kühen und Rindern – insgesamt genau gleich wie im Vorjahr: rund hundert an der Zahl – konnte die Marschtabelle nicht ganz einhalten.

Trotzdem kam keine Langeweile auf, denn die Wartezeit wurde von den Veranstaltern geschickt mit einem folkloristischen Vorprogramm verkürzt. Die Tryychlergruppe Gersau machte den Auftakt mit einem ohrenbetäubenden Konzert. Danach folgten Einlagen von Alphornbläsern und Fahnenschwingern. Sogar ein Betruf hallte durch die Strassen, vorgetragen durch Barbara Schilter.

Einen besonders langen Auftritt hatte diesmal die traditionsgemäss als erste eintreffende, 30 Tiere umfassende Ziegenherde. Die vorwitzigen Vierbeiner waren wie gewohnt von ihren menschlichen Begleitern beim Marsch durch die dichten Zuschauerspaliere kaum zu bändigen. Einige scherten sogar vollends aus und verköstigten sich an einem farbenprächtigen Blumenbeet bei einer Verkehrsinsel. Weil die Kühe diesmal noch etwas länger als sonst auf sich warten liessen, legte die Kleinvieh-Vorhut im Dorfkern einen längeren Halt ein. So kamen die Geissen in den Genuss von vielen Streicheleinheiten seitens der Zaungäste, insbesondere der jüngsten. Diesmal gab es sogar noch ein Supplement in Sachen attraktive Fotosujets. Zwischen Ziegen und Kühen marschierte ein riesiger Bernhardiner vorbei. Er zog passenderweise ein Wägelchen mit einem Fass drauf. Das absolute Highlight war aber wie gehabt das Defilee des fein säuberlich herausgeputzten und zum Teil kunstvoll mit Blumen, Wappen und Fahnen verzierten Grossviehs.

«Der Alpsommer war sehr gut. Im Gegensatz zum Vorjahr, als grosse Trockenheit herrschte, gab es heuer zwischendurch immer wieder Niederschläge. Das Wachstum hat lange angehalten. Von Älplern hört man nur Positives», sagte OK-Chef Isidor Baumann. Mit dem Verlauf des Dorffestes und dem Alpabzug zeigte er sich sehr zufrieden: «Die Bedingungen waren geradezu perfekt. Das Vieh konnte bei angenehmen Temperaturen den zweistündigen Marsch antreten. Besonders erfreulich ist, dass viele Besucher von weit her anreisen, um unserem Alpabzug beizuwohnen. Etliche kommen jedes Jahr wieder, woraus wir folgern, dass unser Anlass sehr geschätzt wird.»

Wassen figuriert auf exklusiver Liste

Rund 80 freiwillige Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf dieses Events, der ein Budget von 30000 Franken aufwies. Ein Drittel davon kam durch Sponsorenbeiträge zusammen. Der Alpabzug in Wassen gehört gemäss «Bauernzeitung» zu den elf Alpabfahrten in der Schweiz, «die man nicht verpassen sollte». Auf dieser exklusiven Liste figurieren ganz bekannte, wie diejenigen von Urnäsch und Schüpfheim.

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