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Alpbach: Jetzt entscheidet die Korporation Uri

Im Erstfeldertal geht es in Sachen Wasserkraftnutzung vorwärts. Der Korporationsrat Uri berät am 28. September über die 8-Prozent-Beteiligung am Projekt. An der selben Sitzung wird auch über die Erteilung einer Konzession am Palanggenbach entschieden.
Markus Zwyssig
Hier soll dereinst die Zentrale des KW Erstfeldertal stehen. (Bild: Kurt Eichenberger, August 2018)

Hier soll dereinst die Zentrale des KW Erstfeldertal stehen. (Bild: Kurt Eichenberger, August 2018)

Ins neue Kraftwerk im Erstfeldertal sollen rund 36 Millionen Franken investiert werden. Dereinst soll es 32 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren. Damit können rund 7200 Haushalte versorgt werden. Beteiligt daran sind die Gemeindewerke Erstfeld (38 Prozent), die Elektrizitätswerk Altdorf AG (38), der Kanton Uri (16) und die Korporation Uri (8). Der Korporationsrat Uri befindet am 28. September über das Projekt. Der Landrat berät in seiner Session vom 3. Oktober über eine Konzession am Alpbach.

Der Alpbach ist eines der grössten noch zur Stromproduktion nutzbaren Gewässern im Kanton Uri. Die Erstfelder hatten aber von Beginn weg grosse Bedenken gegen ein Kraftwerk, weil sie sich um ihre Trinkwasserquellen fürchteten. Aufgrund eines Vergleichs der bisher diskutierten Projektvarianten hat der Landrat in der Januar-Session einen konzessionsrechtlichen Vorentscheid zu Gunsten einer Nutzung ab dem Gebiet Schopfen getroffen. Dadurch werden die Trinkwasserquellen nicht beeinträchtigt. Die Korporation kann mit Wasserzinsen von 36000 Franken pro Jahr rechnen.

Einsprachen von Gemeinde und Umweltverbänden

Gegen das aufgelegte Konzessionsgesuch gingen zwei Einsprachen ein: eine vorsorgliche Einsprache der Gemeinde Erstfeld zur Wahrung der Rechte, insbesondere hinsichtlich der rechtsgültigen Verordnung der Gemeinde Erstfeld zum Schutz der Trinkwasserquellen, und eine Einsprache der Umweltverbände im Zusammenhang mit den Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen.

Mit der vorsorglichen Einsprache wollte der Gemeinderat Erstfeld nicht das Vorhaben an sich verhindern, sondern vor allem sicherstellen, dass die Anliegen der Gemeinde in die Konzession beziehungsweise die Baubewilligung aufgenommen werden. Der Gemeinderat erklärte sich zu einem Rückzug der Einsprache bereit, sobald eine schriftliche Zusicherung vorliegt. Mit Schreiben vom 14. August kam der Regierungsrat diesem Anliegen nach.

Hinter Leitschach: Reuss wird aufgewertet

Sowohl beim Kraftwerk im Erstfeldertal als auch beim Kraftwerk am Palanggenbach konnte man sich nach intensiven Verhandlungen mit den Umweltverbänden einigen (siehe unsere Zeitung vom 1. September). Die Betreiber verpflichten sich zu Ersatzmassnahmen. Im Gegenzug dazu verzichten die Umweltverbände auf weitergehenden Forderungen nach mehr Restwasser.

Die Einsprache der Umweltverbände beim Alpbach beinhaltete zwei Hauptstreitpunkte: den Standort der Kraftwerkszentrale und die rechtskonforme Umsetzung der Ersatzmassnahme.

Eine Fläche von maximal 5000 Quadratmetern soll zweckgebunden für die Aufwertung der Reuss im Gebiet Hinter Leitschach sichergestellt wird. Die Planung und Umsetzung der Ersatzmassnahme wird durch den Kanton Uri im Rahmen der Gesamtaufwertung der Reuss wahrgenommen. Die Fläche wird als Baurecht abgegeben, der jährliche Baurechtszins beträgt 1150 Franken und kann nach 25 Jahren neu festgesetzt werden. Die Landfläche ist aktuell zwei Bauern verpachtet.

Die Sitzung des Korporationsrats Uri findet am Freitag, 28. September, um 8.30 Uhr im Rathaus Altdorf statt.

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