Alpbach: Weitere Variante gefordert

Drucken
Teilen

Vorstösse Der Landrat besprach gestern zwei Vorstösse zum Thema Wasserkraft. Unterstützung gibt es für die Erstfelder Land­räte. Das Postulat von Daniel Furrer (CVP, Erstfeld) zu «Wasserkraft Alpbach, mit Blick auf das Machbare» wird mit 42 zu 15 Stimmen (1 Enthaltung) überwiesen, ohne Unterstützung der SVP-Fraktion, die eine Verzögerung wegen Einzelinteressen befürchtet. Furrer fordert eine fundierte Vorlage zur Nutzung des Alpbachs, die auch andere Varianten als die Kombination aus Trinkwasser- und Wasserkraftnutzung vorsieht.

Baudirektor Roger Nager machte deutlich, dass am Alpbach das grösste Potenzial an ungenutzter Wasserkraft bestehe, damit auch ein grösseres als am Schächen. Einen Antrag auf eine Konzession möchte die Regierung im Januar 2018 vorlegen.

Hätte Regierung keinen Antrag stellen dürfen?

Alois Zurfluh (CVP, Attinghausen) war mit der Antwort auf die Interpellation zum KW Schächen «überhaupt nicht zufrieden». Darin ging es darum, dass die KW Schächen AG ohne Zusage für die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) dasteht, aber schon vor einem Jahr eine Konzession erhielt. Die Regierung schreibe zwar, dass für die Konzessionsvergabe eine genaue Prüfung der Wirtschaftlichkeit vorgeschrieben sei. «Eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit ist ohne KEV gar nicht möglich gewesen», so Zurfluh. «Ich schliesse daraus, dass die Regierung aufgrund ihrer Antwort dem Landrat gar keinen Konzessionsantrag hätte stellen dürfen.» (MZ/zf)