«Alpentöne»: Originalität und Innovation im Fokus

Das internationale Musikfestival Alpentöne in Altdorf bewegt sich auch dieses Jahr in Grenzbereichen zwischen Volksmusik, Jazz und Klassik. Die Alpen als Kulisse und Inhalt ist das Thema dieses musikalischen Gipfeltreffen vom 12. bis 14. August.

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Eröffnet das internationale Musikfestival in Altdorf: Orchestra della Svizzera italiana. (Bild: PD)

Eröffnet das internationale Musikfestival in Altdorf: Orchestra della Svizzera italiana. (Bild: PD)

Anstatt auf grosse Namen setzen die Organisatoren auch dieses Jahr wieder auf Originalität und Innovation. Die Erfahrung zeige, dass diese Rechnung immer wieder aufgehe, heisst es in einer Medienmitteilung des internationalen Musikfestivals.

Zum Auftakt des diesjährigen Festivals stellt der italienische Jazzklarinettist Gianluigi Trovesi zusammen mit dem Orchestra della Svizzera italina und Solisten seine Neukompositionen vor - nach musikalischen Motiven aus Thomas Manns Roman «Der Zauberberg».

Premieren mit Grossprojekten

An den drei Festivaltagen finden zudem mehrere Premieren mit Grossprojekten statt: Von Kaspar Ewald über verlorene alpine Paradiese, Noldi Alder über das laute Herumlaufen an den Silvesterklausen, Matthias Ziegler mit Christoph Baumann über den Klang der Schweizer Dialekte und dem Berliner Ensemble Zeitkratzer, das die Schweizer Volksmusik lautstark dekonstruieren will.

In zwei weiteren Konzerten geht es um Klassik und Volksmusik. Das Casal Quartett tritt gemeinsam mit dem blinden Wiener Akkordeonvirtuosen Otto Lechner auf. Sie spielen Streichquartette von Haydn.

Schliesslich versucht sich die Musicbanda Franui aus Österreich mit traditionell alpenländischem Instrumentarium an volksmusikalischen Motiven bei Brahms, Mahler und Schubert.

Schwierige Sponsorensuche

Das Budget für das Festival ist mit 550 000 Franken leicht höher als vor zwei Jahren. Denn verschiedene Rechnungspositionen seien gegenüber 2009 teurer geworden, weiss Hansjörg Felber, Gesamtleiter des Festivals. «Die Sponsorensuche war in diesem Jahr schwieriger.» Grund: Die Organisatoren konnten für dieses Jahr keinen Hauptsponsor finden. Der bisherige Hauptsponsor, der für die fünf letzten Austragungen des Festivals Alpentöne das Patronat hatte, unterstützt heuer andere Projekte.

sda/rem