Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Älpler kehren mit Kühen auf Urnerboden zurück

Bei der «Bodäfahrt» 2019 ist ein Besucherrekord registriert worden. Hier gibt es ein paar eindrückliche Bilder zu sehen.
Franz Imholz

Alpvogt Michi Arnold leitete am Sonntag, 25. August, bei schönstem, heissem Sommerwetter, im Anschluss an den Gottesdienst auf dem Klausenpass das «z’Bodämeehrä». Dem Vorschlag auf Samstag, 31. August, für die «Bodäfahrt» wurde einstimmig zugestimmt.

Aufgrund des regnerischen und kühlen Frühlings konnte heuer am 15. Juni «z’Alp gfahrä» werden. Am 13. Juli, nach genau vier Wochen auf dem Urnerboden, zogen die Älpler mit ihren Kühen in die Ausstäfel. Das Wetter war in der Oberstäfelzeit 2019 (13. Juli bis 31. August) optimal. Angenehme Temperaturen und auch genügend Regen haben den Graswuchs ideal beeinflusst. Die Alpweiden wurden 2019 von Hagelschlag verschont.

Auch aus dem Toggenburg sind Zuschauer angereist

Der Sommer 2019 darf für die Alpwirtschaft in der Klausenpassregion als äusserst gut festgehalten werden. Nach sieben Wochen Oberstäfelzeit zogen vergangenen Samstag, 31. August, kurz nach Tagesanbruch bei warmem Spätsommerwetter und fast wolkenlosem Himmel, die Urnerboden-Älpler mit ihren Kühen auf den Urnerboden zurück. Die Kühe der 50 Älplerfamilien beidseits des Klausenpasses haben in der Oberstäfelzeit das Gras ganz abgeweidet.

Die Kühe wurden für die «Bodäfahrt» geschmückt.

Die Kühe wurden für die «Bodäfahrt» geschmückt.

Am Samstagmorgen, 31. August, nach 4 Uhr setzte ein reger Autoverkehr Richtung Klausenpass ein. Bereits um 5 Uhr war der Parkplatz auf dem Klausenpass praktisch besetzt.

Den meisten Kühen wurde eine Fahrtreichel oder Glocke umgehängt. Einige Kühe schienen sichtlich mit Stolz und besonders gut ihre Treichel läuten. Den Zuschauern bot sich nach Tagesanbruch das Erlebnis, viele Sennten mit ihrem an den Felswänden widerhallenden Glockenklang an sich vorbeziehen zu sehen und zu hören. Mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher säumten den Strassenrand der Klausenpassstrasse zwischen Balm und Urnerboden und begutachteten fachkundig die vorbeiziehenden Sennten.

Besucherinnen und Besucher aus dem Toggenburg berichteten, dass sie von der Bodäfahrt hörten und diese unbedingt einmal erleben wollten. Sie waren hell begeistert, einmal vom landschaftlichen Reiz und anderseits von den mit «Fahrtreicheln» geschmückten grossen Anzahl von Sennten.

«Bodäfahrt» wird gefolgt von einer Chilbi

Die Festwirtschaften an der Klausenstrasse auf dem Urnerboden verzeichneten regen Betrieb. Die «Bodäfahrt» 2019 erlebte einen Besucherrekord mit Gästen aus vielen Deutschschweizer Kantonen. Die diesjährige Ausgabe war in allen Teilen ein Erfolg. Nach der «Bodäfahrt» gingen die nächsten Veranstaltungen nahtlos über die Bühne. Vom 31. August bis 2. September fand die «Vreenä-Chilbi» mit dem Viehmarkt am 2. September statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.