ALPVIEHZÄHLUNG: Urner Alpen könnten Probleme erhalten

Das Kleinvieh befindet sich auf Urner Alpen klar im Aufwind. Ein massiver Rückgang wurde aber bei der Zahl der gesömmerten Rinder verzeichnet.

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Auf den Urner Alpen – hier der Urnerboden – wurden im Sommer 2008 insgesamt fast hundert Kühe weniger gesömmert. (Bild Hanspeter Kempf/Neue UZ)

Auf den Urner Alpen – hier der Urnerboden – wurden im Sommer 2008 insgesamt fast hundert Kühe weniger gesömmert. (Bild Hanspeter Kempf/Neue UZ)

Analog der Frühlingsviehzählung wird auch die Alpviehzählung durch Mitarbeiter der Korporationen Uri und Ursern durchgeführt. Die Zählbeamten besuchen dabei sämtliche Alpbetriebe, um das Alpvieh an Ort und Stelle zu erfassen.

Neben der Alpviehzählung wurden in diesem Jahr wiederum zirka 10 Prozent aller Urner Alpbetriebe durch zwei ausgebildete Kontrolleure in Bezug auf Tierschutz, Weideführung, Gebäudeunterhalt und so weiter kontrolliert. Diese Kontrollen müssen gemäss neuer Sömmerungsbeitragsverordnung in jedem Kanton durchgeführt werden.

Mehr Schafe und Ziegen auf den Alpen
Der Kuhbestand auf den Urner Alpen hat sich weiter reduziert. Im Vergleich zum Vorjahr verbrachten 94 Kühe weniger ihre «Ferien» auf den saftigen Urner Alpweiden. Ein markanter Rückgang ist auch bei den Rindern festgestellt worden. Wurden im Vorjahr noch 4054 Zeit- und Maisrinder gesömmert, waren es im Sommer 2008 nur noch 3959 Tiere. Beim Jungvieh (vier bis zwölf Monate) wurden 126 Aufzuchtkälber mehr gezählt. Sollte diese Tendenz weiterhin anhalten, werden einzelne Urner Rinderalpen in Zukunft vermehrt Probleme mit der Bestossung durch einheimische Rinder haben.

Bei den Schafen zeigt die Tendenz klar in die andere Richtung. Wurden im Vorjahr noch 16'639 Schafe gesömmert, waren es im laufenden Alpsommer 17'165 Tiere. Schätzungsweise stammt ein Drittel dieser Schafe aus ausserkantonalen Betrieben. Der Ziegenbestand im Kanton Uri hat sich um 56 Tiere auf 1570 gesömmerte Tiere erhöht.

Hanspeter Kempf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.