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ALPWIRTSCHAFT: Der mobile Melkstand hat sich bewährt

Auf der Alp Hinterfeld im Meiental ist seit vergangenem Sommer ein mobiler Melkstand im Einsatz. Dessen einfache Ausführung bietet verschiedene Vorteile.
Adrian Arnold
Auf der Alp Hinterfeld ist der «Furger»-Melkstand im Einsatz. (Bild: Adrian Arnold (Meien, Juli 2017))

Auf der Alp Hinterfeld ist der «Furger»-Melkstand im Einsatz. (Bild: Adrian Arnold (Meien, Juli 2017))

Adrian Arnold

redaktion@urnerzeitung.ch

Auf der Alp Hinterfeld im Urner Meiental sömmern insgesamt 12 Genossenschafter rund 110 Kühe und rund 40 Stück Galtvieh. Während der Alpzeit wird die gesamte anfallende Milch zu Meientaler Alpkäse, Mutschli, Joghurt, Butter und Ziger verarbeitet und zum Teil direkt ab der Alp verkauft.

Die insgesamt fünf Personen teilen sich die anfallenden Arbeiten auf. Dieses Jahr sind dies Käser Simon Pfäffli, Kuhhirt Roman Egli, Rinderhirt Urs Steinmann, Zusennin Anita Rutz und Köchin und Hofladenbetreiberin Mar­tina Brühlmann. Selbstverständlich hilft man sich gegenseitig in den einzelnen Verantwortungsgebieten aus.

Standeimer gehören der Vergangenheit an

Die Alpzeit auf der Alp Hinterfeld dauert im Schnitt knapp 90 Tage. Während dieser Zeit werden die Kühe zu rund zwei Dritteln im grossen Melkstall bei der Hütte gemolken. Zu einem Drittel findet dies auf verschiedenen Aussenmelkplätzen statt. Bis 2014 wurden dafür noch Standeimer eingesetzt.

Dank der etwas gestiegenen Sömmerungsbeiträge wurde die Melkerei im Stall 2015 auf eine Absauganlage mit 6 bis 7 Melkzeugen aufgerüstet. Gleichzeitig wurde zum Anbinden neu auf ein Nackenrohr-Anbindesystem mit Halsbändern gewechselt. Doch war es damals nicht möglich, noch im selben Sommer auf die Melkstände umzurüsten.

Für die damals zwei Aussenmelkstände wollte und konnte man nicht eine fixe Absauganlage montieren. In den Überlegungen mussten viele Faktoren berücksichtigt werden: Die Kühe stammen aus mehr als einem Dutzend verschiedener Heimbetriebe, es sind sowohl behornte wie unbehornte Kühe, gewisse sind sich Fressgitter gewohnt, andere wiederum nicht, und im Melkstand müssen sowohl grössere als auch kleinere Kühe gemolken werden.

Zudem musste der Melkstand auf relativ schmalen Alpstrassen gezügelt werden können, und nach Möglichkeit sollten auch weitere Melkplätze mit einbezogen werden können. Dies um die teils langen Treibwege auf die stallferneren Weiden zu vermindern. Nach Prüfung verschiedener Systeme, die auf dem Markt erhältlich sind, entschieden sich die Älpler, dem damaligen Alpvogt Paul Furger den Auftrag zu erteilen, auf den Sommer 2016 hin einen einfachen, massgeschneiderten Melkstand anzufertigen.

Im Winter 2015/16 investierte Paul Furger zusammen mit Kollegen viele Stunden in das Projekt. Was dabei herauskam, war ein Melkstand, der einfach zu handhaben und zu zügeln ist, aber trotzdem viele Vorteile und rationelles Arbeiten kombiniert.

Kühe müssen nicht umgewöhnt werden

Der Zweimal-Sechser-«Furger»-Melkstand bewährt sich unterdessen schon den zweiten Sommer auf dem Hinterfeld. Seine Vorzüge sind unter anderem ebenerdiges Melken. Weiter müssen Kühe nicht ungewohnt heraufsteigen. Das System der Anbindung und des Melkens mit der Absauganlage ist dasselbe wie im Stall. Die Melker sind bei Schlechtwetter geschützt, denn die Anlage hat ein aufklappbares Dach.

Zum Zügeln kann der Wagen recht schmal zusammengestellt werden, und Stromaggregat und Melkpumpe werden in einem separaten Wagen transportiert und erst vor Ort mit dem Melkwagen verbunden. Mittlerweile konnte dank des neuen Melkwagens schon ein zusätzlicher Melkplatz in Betrieb genommen werden. Möglich, dass noch ein weiterer dazukommt.

Hinweis

Der «Furger»-Melkstand kann bei Interesse im Meiental besichtigt werden, und bezüglich Erstellungskosten und allfälliger massgeschneiderter Anfertigungen gibt Paul Furger selber gerne Auskunft.

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