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ALTDORF: 56 zusätzliche Parkplätze geplant

Im Zusammenhang mit der Überbauung auf der Liegenschaft Winterberg soll unter dem Gemeindehausplatz eine Tiefgarage realisiert werden. Am 26. November geht es um 3,666 Millionen Franken.
Bruno Arnold
Altdorf will den Gemeindehausplatz umgestalten. Es sollen weniger oberirdische, dafür zusätzliche unterirdische Parkplätze in der geplanten gemeindeeigenen Tiefgarage zur Verfügung gestellt werden. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 28. September 2017))

Altdorf will den Gemeindehausplatz umgestalten. Es sollen weniger oberirdische, dafür zusätzliche unterirdische Parkplätze in der geplanten gemeindeeigenen Tiefgarage zur Verfügung gestellt werden. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 28. September 2017))

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Das Dorfzentrum von Altdorf wird in Zukunft durch die West-Ost-Verbindung (WOV) mit den flankierenden Massnahmen vom Durchgangsverkehr entlastet. Die Bereitstellung von Parkierungsanlagen rund um das Dorfzentrum soll gemäss kommunalem Verkehrsrichtplan zu dieser Entlastung beitragen.

Aus Richtung Bürglen und Schattdorf funktioniert dieses Konzept bereits. Aus Richtung Flüelen fehlen ausreichend Parkplätze an der Zentrumsperi­pherie. Im Unterdorf konnte das Angebot aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse auf dem Gemeindehausplatz und aufgrund fehlender alternativer Standorte bisher nicht erweitert werden.

Insgesamt siebzig bewirtschaftete Plätze

Die neue Eigentümerin des Areals Winterberg hat ein Baugesuch für fünf Mehrfamilienhäuser mit einer zweigeschossigen Tiefgarage zur Bewilligung eingereicht. «Mit der Überbauung auf dem benachbarten Winterbergareal ergibt sich die Mög­lichkeit, eine gemeindeeigene Tiefgarage unter dem Gemeindehausplatz zu realisieren», schreibt der Gemeinderat in einer Medienmitteilung. Die geplante Tiefgarage der Gemeinde kann unter Kostenbeteiligung über das Erschliessungsbauwerk dieser Tiefgarage erschlossen werden. Der Personenzugang ist über zwei öffentliche Treppenhäuser mit Lift auf dem Gemeindehausplatz und der Liegenschaft Winterberg vorgesehen.

Heute stehen auf der inzwischen privaten Liegenschaft Winterberg 56 öffentliche Autoabstellplätze zur Verfügung, auf dem Gemeindehausplatz deren 42, insgesamt also 98. Die 56 Winterberg-Plätze müssen in der privaten Tiefgarage ersetzt und der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung gestellt werden. Gemäss Projekt kämen in den zwei geplanten Untergeschossen der gemeindeeigenen Tiefgarage zusätzliche 70 bewirtschaftete Parkplätze für die Öffentlichkeit hinzu. Somit würden total 126 unterirdische Plätze zur Verfügung stehen. Auf dem Gemeindehausplatz selber bestehen heute 42 öffentliche Autoabstellplätze. Diese Zahl würde auf 28 reduziert. Zusammen mit den 126 Parkplätzen in der Tiefgarage könnten in Zukunft also insgesamt 154 öffentliche Parkplätze respektive 56 mehr als bisher benützt werden. Zudem soll die Anzahl gedeckter Veloabstellplätze verdoppelt werden.

«Der Gemeindehausplatz wird auch in Zukunft vor allem als Parkierungsanlage dienen, jedoch gestalterisch aufgewertet werden», hält der Gemeinderat fest. «Durch die Anordnung der 28 Parkplätze in der Platzmitte werden die Platzränder freigehalten, und die Fussgänger können getrennt vom motorisierten Verkehr über den Platz geführt werden.» Zwischen Gemeindehaus und Restaurant Tell soll es keine Parkplätze mehr geben. Neu sind dort das Treppenhaus zur Tiefgarage und Ersatzpflanzungen geplant. Solche soll es auch entlang der Winterberggasse geben.

Sanierung ist so oder so nötig

Unabhängig vom Bau der Tiefgarage müssen der Gemeindehausplatz und die Zufahrten dringend saniert werden. Sowohl Belag als auch Unterbau weisen Schäden auf. Ebenfalls unabhängig vom Tiefgaragenprojekt muss die Zufahrt zwischen Restaurant Tell und Winterbergpark verbreitert werden, da sie die sicherheitstechnischen Anforderungen – speziell beim Einmündungsbereich in die Tellsgasse – nicht mehr erfüllt. Die östliche Zufahrt zwischen Gemeindehaus und Winterberggasse würde gemäss Projekt für Autos gesperrt, bliebe aber für Fussgänger und Velofahrer sowie als Notzufahrt geöffnet.

«Der Detailhandel im Dorfkern steht unter Druck», hält der Gemeinderat fest. Die Gesamtkosten für den Bau der Tiefgarage mit dem Kostenanteil am Erschliessungsbauwerk und der Erstellung des Gemeindehaus- platzes mit der Sanierung der Zufahrt betragen 4,33 Millionen Franken. Sie sind von der Einwohnergemeinde Altdorf zu tragen. Rund 3,666 Millionen Franken gelten als neue Ausgaben, über welche die Stimmbürger am 26. November an der Urne entscheiden werden. Die übrigen 664 000 Franken sind gebundene Kosten, über deren Auslösung die zuständigen Gemeindebehörden entscheiden können. «Das Projekt als Ganzes kann aber nur ausgeführt werden, wenn die Stimmbürger die neuen Ausgaben bewilligen», betont der Gemeinderat.

Am 22. November 2010 hat der Gemeinderat nach einem öffentlichen Mitwirkungsverfahren den Verkehrsrichtplan der Gemeinde Altdorf verabschiedet. «Mit dem Tiefgaragenprojekt kann ein fehlendes Puzzleteil dieser Planung ergänzt werden. «Der Gemeinderat ist deshalb zuversichtlich, dass das Projekt die Zustimmung der Bevölkerung finden wird», heisst es in der Medienmitteilung weiter. «Eine spätere Realisierung einer Tiefgarage unter dem Gemeindehausplatz mit der Erschliessung über die private Nachbarliegenschaft Winterberg ist nicht ausgeschlossen, hätte jedoch erhebliche Mehrkosten von mehreren 100000 Franken zur Folge», so der Gemeinderat.

Die Abstimmung soll am 26. November stattfinden. «An diesem Datum wird aus Termingründen festgehalten, obwohl Bund und Kanton keine Vorlagen zur Abstimmung bringen.»

Hinweis

Für die Bevölkerung wird am Dienstag, 17. Oktober, 19 Uhr, in der Aula Hagen eine Informationsveranstaltung zum Tiefgarageprojekt durchgeführt.

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