ALTDORF: Abschied wird zu Dankesfest

Mit einem Gottesdienst, Dankesreden, einem Apéro und viel Musik verabschiedete die Pfarrei Bruder Klaus ihren Diakon Bruno Tresch nach 40 Jahren im Dienste Gottes und der Menschen.

Kurt Zurfluh
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Bruno Tresch durfte auch den Dank der Bevölkerung entgegennehmen. (Bild: Erika Durscher (Altdorf, 21. Mai 2017))

Bruno Tresch durfte auch den Dank der Bevölkerung entgegennehmen. (Bild: Erika Durscher (Altdorf, 21. Mai 2017))

Kurt Zurfluh

redaktion@urnerzeitung.ch

40 Jahre im Dienste Gottes und der Menschen, das muss gefeiert werden. Und so machte sich die Pfarrei Bruder Klaus in Altdorf, die jüngste Urner Pfarrei, am vergangenen Sonntag, 21. Mai, zu einem Fest des Abschieds und des Dankes auf. Zum Glück ist es aber keine endgültige Verabschiedung. Diakon Bruno Tresch, langjähriger Gemeindeleiter von Bruder Klaus, wird die beiden Pfarreien St. Martin und Bruder Klaus ab Neujahr 2018 mit einem 10-Prozent-Pensum in der anspruchsvollen und immer aktueller werdenden Altersseelsorge unterstützen. Und bestimmt wird man den unermüdlichen Seelsorger auch bei gelegentlichen Aushilfen in Gottesdiensten zu sehen und als geschätzten Prediger zu hören bekommen.

Das Jubiläumsdatum war glücklich gewählt, steht die Pfarrei Bruder Klaus doch mitten im Jubiläumsfieber. 600 Jahre sind seit der Geburt ihres Kirchenpatrons Nikolaus von Flüe vergangen. Landesweit werden dieses Jahr Jubiläumsfeierlichkeiten begangen.

Auch auf Kosten des Familienlebens

In der Urner Presse und im Pfarreiblatt wurde die grosse, vielfältige Arbeit des Jubilars ausführlich gewürdigt und verdankt. Es war Diakonie im wahrsten Sinne des Wortes, Dienst an den Menschen, an jungen und alten, gesunden und kranken. Und diese Arbeit hat Bruno Tresch – gemeinsam mit seiner Gattin Lisbeth Philipp – 40 Jahre lang erledigt, vermutlich nicht selten auf Kosten eines ruhigen Familienlebens, auf das wohl auch ihre beiden Kinder, Barbara und Simon, oftmals verzichten mussten.

Ihnen allen sprach Pfarrer Daniel Krieg in einem festlichen Abschiedsgottesdienst den herzlichen Dank aus. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt, als sich der Gefeierte, assistiert von Vikar John Joy und dem ehemaligen Seelsorger in Bruder Klaus, Markus Dettling, offiziell verabschiedete. Den musikalischen Rahmen besorgten zur Begeisterung aller Anwesenden Christian Zgraggen und Kathrin Brunschwiler (Violine), Tanja Zgraggen (Viola), Trix Zumsteg (Cello) und Barbara Domedi-Tresch (Orgel).

Die Organisatoren hatten keine Mühe gescheut, dem erhebenden Gottesdienst auch eine würdige Feier im Grünen folgen zu lassen. Das Wetter war wie bestellt, und die ganze Pfarrei traf sich nach dem Gottesdienst auf dem Kirchplatz, wo sie reichlich mit Speis und Trank verwöhnt wurde. Hier war es nochmals Pfarrer Daniel Krieg, der Dankes- und Abschiedsworte sprach. Ihm schlossen sich dann Pfarreiratspräsident Walter Arnold-Pedroncelli und Kirchenrat Jörg Annen an, die das vorbildliche Schaffen von Bruno Tresch mit gekonnten Worten würdigten. Den Dank der reformierten Kirchgemeinde überbrachte Felicitas Schweizer, die Präsidentin der Evangelisch-Reformierten Landeskirche Uri.

Dank für Begleitung und Unterstützung

Der Gefeierte liess es sich nicht nehmen, sich abschliessend mit herzlichen Worten des Dankes zu verabschieden: Sein Dank ging dabei an alle, die ihn in den vergangenen Jahren begleitet und unterstützt hatten, vorab an die Pfarrei St. Martin, mit der er eine vorzügliche Zusammenarbeit pflegen durfte.

Für die musikalische Umrahmung der abschliessenden Feier sorgten die Eritreisch-Orthodoxe Gebetsgruppe Altdorf, die in Bruder Klaus wöchentlich einen Gottesdienst feiert, und die Kapelle Älplergruess aus Bürglen, die mit gekonntem Spiel das Fest verschönerte.