ALTDORF: Älpler-Generationen tauschen sich im Sonntagsgespräch aus

59 Jahre trennen Alois Arnold und Matthias Stadler. Doch etwas verbindet die beiden Altdorfer: ihre Leidenschaft für die Alp.

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Stimmungsbild von einem prächtigen Sommertag auf der Chammlialp. (Bild: Bruno Arnold (Unterschächen, August 2016))

Stimmungsbild von einem prächtigen Sommertag auf der Chammlialp. (Bild: Bruno Arnold (Unterschächen, August 2016))

«Uf de Alpä obe isch s es herrlichs Läbe ...»: Wer kennt dieses Jodellied nicht? Ist das wahr? War das Leben so herrlich? «Dr Häirichä Wisi» und «ds Haggligers Matthias» antworten am Sonntag, 12. Februar, beim Sonntagsgespräch von «Triff Altdorf».

Jahrgang 1933: Bis 2013 war Alois Arnold aus Altdorf, «dr Häirichä Wisi», mit Leib und Seele Älpler auf Mettenen im Schächental und später auf der Gisler­alp. Er liebte die Monate in der Natur und in der Einsamkeit. Ohne Fernsehapparat, viele ­Jahre auch ohne Strom und ohne Zufahrtsstrasse, aber immer mit dem Spiegelrohr, dem Tabakmesser und dem «Bätti». Achtmal zügelte die Familie im Sommer Hab und Gut. Für den Umzug wurden die Hosen gefüllt und den Kühen um den Hals gebunden. Damals.

Was machen Älpler im Winter?

Jahrgang 1992: Zwei Wochen nach der Geburt war er zum ersten Mal auf der Alp. Matthias Stadler aus Altdorf, «einä vo ds Haggligers», ist gelernter Maurer. Er arbeitet auf dem landwirtschaftlichen Heimbetrieb in Altdorf. Im kommenden Sommer wird er die Ausbildung als Landwirt abschliessen. Auf der Alp sei es einfach «scheen», sagt ­Matthias Stadler auf dem Urnerboden und auf der höchstgelegenen Kuhalp im Schächental, der Chammlialp, wo ab und zu auch Rockmusik ertönt. Heute.

Alois Arnold und Matthias Stadler sprechen über ihre Leidenschaft und Freude als Älpler, über das Alpleben damals und heute sowie über Glauben und Vertrauen. Das Sonntagsgespräch am 12. Februar befasst sich mit dem Älplerleben, dem «Chääsä, Füügä und Függnä». Und, was machen Älpler eigentlich im Winter? Wer kommt und zuhört, vernimmt wieder Interessantes, Spannendes, Ernstes, Heiteres aus der «Wält und Üri. Geschter und hit», wie «Triff Altdorf» das Sonntagsgespräch formuliert. Die gut einstündige Veranstaltung ist öffentlich. «Triff Altdorf» lädt alle Interessierten jeglichen Alters herzlich dazu ein.

 

Erich Herger

redaktion@urnerzeitung.ch

Hinweis

Das Sonntagsgespräch findet am 12 Februar um 17 Uhr in den Räumen von «Trifft Altdorf» an der Dätwylerstrasse 15 in Altdorf statt.