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ALTDORF: Akkordeon hat seinen starken Auftritt am Musikfestival Alpentöne

Das Musikfestival Alpentöne, das vom 18. bis 20. August in Altdorf stattfindet, kann dieses Jahr seine Jubiläums-Ausgabe feiern. Beim 10. Mal setzt man auf Innovation, aber auch auf Bewährtes.
Markus Zwyssig
Otto Lechner (links) – hier beim Klangspaziergang im Reussdelta – ist beim «Alpentöne»-Festival wieder dabei. (Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 16. August 2015))

Otto Lechner (links) – hier beim Klangspaziergang im Reussdelta – ist beim «Alpentöne»-Festival wieder dabei. (Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 16. August 2015))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Die «Alpentöne»-Macher setzen auf einen neuen Konzertsaal: «Der ‹Schlüssel›-Saal war vor zwei Jahren für den grossen Publikumsandrang eindeutig zu klein», sagt Johannes Rühl, musikalischer Leiter des Festivals. «Daher weichen wir nun auf das Mehrzweckgebäude Winkel aus.» Die Turnhalle biete mehr Platz. Daneben finden die Konzerte wie gewohnt im Theater Uri, in der Pfarrkirche St. Martin sowie auf dem Lehnplatz statt.

Bereits das Eröffnungskonzert des diesjährigen «Alpentöne»-Festivals am Freitag, 18. August, im Theater Uri verspricht eine Überraschung: Erika Stucky tritt im Theater Uri auf. Begleitet wird sie von Counter-Tenor Andreas Scholl, einem Barockorchester und dem Punkmusiker FM Einheit von den Einstürzenden Neubauten.

Der Präsident des Film-Festivals Locarno, Marco Solari, wird in seiner Ansprache seine Sicht auf die Alpen aufzeigen und die Konzertbesucher auf das dreitägige Festival einstimmen.

Trends beeinflussen das Musikprogramm

«Ich will nicht zwingend die neuste, aber immer die gerade interessanteste Musik aus dem Alpenraum präsentieren», sagt Johannes Rühl. Einen starken Auftritt hat in diesem Jahr das Akkordeon. Und das aus triftigem Grund. «In diesem Bereich ist zurzeit viel los», so der musikalische Leiter.

Eingeladen ans Festival sind neben dem derzeit erfolgreichsten Vertreter neuer alpiner Musik in Österreich, Herbert Pixner, weitere prominente Musiker, darunter neue Formationen wie die Samurai Accordion Masters mit Spitzenmusikern der europäischen Szene zwischen Folklore und Jazz. Eine Entdeckung verspricht der junge Simone Bottasso aus Italien am Organetto.

Ein Heimspiel hat der Urner Akkordeonist Fränggi Gehrig, der am Sonntag mit seinem Programm «In der Wurzelzone» im Theater Uri spielt. Er gehört inzwischen genauso zur Spitze dazu wie Markus Flückiger, der mit seinem Trio Ambäck auftritt. Schon oft in Altdorf war der blinde Akkordeonspieler Otto Lechner aus Wien. Auf Initiative des Festivals steht er bei seinem Konzert nun erstmals mit der finnischen Akkordeonistin Maria Kalaniemi im Duo auf der Bühne.

Die Festival-Verantwortlichen haben in den vergangenen Jahren ein dichtes Netzwerk aufgebaut. Die Hochschule Luzern, das Haus für Kunst Uri und das Literaturhaus Zentralschweiz gehören genauso dazu wie das Lucerne Festival, mit dem zusammen ein Kompositionsauftrag an Helena Winkelman vergeben wurde. Ihr Werk wird das fundamentale Stück «Alp-Chehr» von Heinz Holliger kontrastieren.

Die Verbindungen der Schweizer Szene mit Finnland werden immer enger. Nadja Pass spielt mit einem Trio mit finnischer Beteiligung. Ein weiterer Finnland-Höhepunkt soll das Mundharmonika-Quartett Sväng aus Helsinki werden.

Höhepunkte des Festivals versprechen das Duo Anja Lechner und Alireza Morttazavi in der Kirche St. Martin. Die bekannte Cellistin spielt mit einem jungen Hackbrettspieler aus dem Iran. Das Konzert ist eine Premiere, die auf Initiative des Festivals zu Stande kam. Wiederum zu hören ist das «Alpentöne»-Blasorchester. Aufgeführt wird eine Komposition von John-Wolf Brennan. Mit dabei sind Christy Doran, Christian Zehnder und Arkady Shilkloper. Geleitet wird das Orchester von Michel Truniger und Philipp Gisler.

Zwei weitere vertraute Gesichter treten in der Kirche St. Martin auf: Der italienische Klarinettist Gianluigi Trovesi und der Schweizer Perkussionist Pierre Favre spielen den Titel «Il profumo delle Alpi», begleitet von Fabio Piazzalunga an der Kirchenorgel.

Hinweis

Der Festivalpass kostet 150 Franken, ein Tagespass 60 Franken. Veranstaltungen wie der Klangspaziergang und die Konzerte auf dem Lehnplatz sind kostenlos. Der Vorverkauf startet am 1. Juni.

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