ALTDORF: Aktionäre stimmen Jubiläumsdividende zu

Zum 100-jährigen Bestehen hat Dätwyler mehr Geld als üblich ausgeschüttet. Der Umsatz lässt allerdings nicht nur Jubel zu.

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Die beiden neuen Verwaltungsräte Jürg Fedier (links) und Hanno Ulmer. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Die beiden neuen Verwaltungsräte Jürg Fedier (links) und Hanno Ulmer. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

zf. Die Aktionäre der Dätwyler-Gruppe konnten sich gestern über ein grosszügiges Geburtstagsgeschenk freuen. Zum 100-jährigen Bestehen der Firma schlug der Verwaltungsrat eine Sonderdividende vor. Die Aktionäre hiessen an der GV im Theater Uri eine Ausschüttung der Jubiläumsdividende von 8,95 Franken (Vorjahr 2,80) pro Inhaberaktie gut.

115 Millionen fallen weg

Trotz Jubiläumsfest waren der Verwaltungsrat und die Konzernleitung nicht nur positiv gestimmt. So war der ausgewiesene Nettoumsatz um 9,4 Prozent auf 1,25 Milliarden Franken zurückgegangen (Vorjahr 1,38 Milliarden). Wesentlich dazu beigetragen hatte der Verkauf der Fachhandelssparte Maagtechnic, womit rund 115 Millionen Franken an Umsatz wegfielen. So schrumpfte auch das Nettoergebnis um knapp 19 Prozent auf 97,9 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte dieses noch 120,2 Millionen Franken betragen.

Die Konzernbereiche Technical Components (Umsatz: rund 550 Mio. Franken) sowie Sealing Solutions (Umsatz: rund 650 Mio. Franken) hatten das Jahr unterschiedlich überstanden, wie Verwaltungsratspräsident Ulrich Graf sagte. Während es bei Technical Components etwas harzte, habe sich Sealing Solutions erfreulich gut behauptet. Dies unterstrich auch CEO Paul Hälg. So erweise sich die Zusammenarbeit mit Nespresso als sehr erfolgreich. Ganz erfreut zeigte sich der Konzernleiter darüber, dass die Kaffeekapsel-Firma erst kürzlich der Dätwyler den Zuschlag für ein neues Projekt gegeben hat.

Verwaltungsrat wächst

Im Zentrum der gestrigen Generalversammlung standen die Wahlen. Während der Rat im vergangenen Jahr aus sechs Personen bestand, wurde den Aktionären vorgeschlagen, diesen um zwei Personen zu erweitern. Gewählt wurde zum einen Jürg Fedier. Der 60-Jährige amtet seit 2009 als CFO des Grosskonzerns OC Oerlikon. Zum andern wurde Hanno Ulmer das Ver­trauen ausgesprochen. Der 58-Jährige ist Geschäftsführer der Tiroler Doppelmayr Seilbahnen GmbH. Aus Geschäftsbeziehungen ist ihm die Zentralschweiz gut vertraut.

Wegen der Annahme der Minder-Initiative mussten auch sämtliche anderen Verwaltungsratsmitglieder einzeln bestätigt werden. Es sind dies neben Verwaltungsratspräsident Ulrich Graf die Mitglieder Hans Rüegg, Hanspeter Fässler, Ernst Odermatt, Nationalrätin Gabi Huber sowie Ernst Lienhard, der die Inhaberaktionäre vertritt. Als maximale Vergütungssumme für den Verwaltungsrat wurden 2,75 Millionen Franken festgelegt. Für die Konzernleitung wurde die Marke bei 7,4 Millionen Franken festgesetzt.

In seinem Eröffnungsreferat bekannte sich Verwaltungsratspräsident Ulrich Graf zum Standort Uri. Getreu dem Firmenslogan «Growing with the Challenge» gelte es, sich aber ständig den Herausforderungen zu stellen.