ALTDORF: Altdorf verliert zwei weitere Beizen

Der «Lehnhof» und der «Kaffeesack» auf dem Unterlehn stehen vor dem endgültigen Aus. Die Besitzer haben zuviel Ärger mit dem Fachgremium der Gemeinde.

Bruno Arnold
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Damit dürfte bald Schluss sein: Gäste geniessen das Feierabendbier vor dem «Uristier» und dem «Lehnhof». (Bild: Florian Arnold)

Damit dürfte bald Schluss sein: Gäste geniessen das Feierabendbier vor dem «Uristier» und dem «Lehnhof». (Bild: Florian Arnold)

«Wir werden das Traditionshaus vollständig aushöhlen und inwendig erneuern», erklärten die Besitzer der Liegenschaft Lehnhof, die Fensterbau-Unternehmer Tino und Valo Gisler, im September 2011 unserer Zeitung gegenüber. Die damals vorgestellten Pläne sahen unter anderem vor, fünf neue Zwei- bis Dreizimmerwohnungen sowie eine grosse Dachwohnung zu integrieren, den historischen Rittersaal in seiner Substanz zu erhalten und zu einem Büro umzufunktionieren. Auch für die Gastrobetriebe hatten die Gislers klare Vorstellungen: «Der ‹Kaffeesack› soll den bisherigen Charakter einer Stammbeiz behalten, und zwar durch eine Auffrischung der Innenausstattung. Der ‹Lehnhof› wird hingegen total modernisiert», schilderte Tino Gisler damals das Projekt der Bauherrschaft.

Nicht mehr «herumärgern»

Rund 8 Millionen wollten die auch als Viehzüchter (GS Alliance, Bürglen) bekannten Urner Unternehmer in den Umbau und die Sanierung investieren. Doch nun soll der gesamte Gastrobereich ausgeklammert werden. Die Bauherrschaft will sich nicht länger mit dem gemeindeinternen Fachgremium «herumärgern». Dieses Fachgremium beurteilt und begutachtet Bauvorhaben in den Altdorfer Kernzonen und stellt danach der Baukommission Antrag. «Unser Ziel war es ja vor allem, etwas für die Attraktivität der Gemeinde zu tun. Wer nicht will, der hat gehabt», sagt Tino Gisler. Im September werden beide Lokale geschlossen. «Wenns nach mir geht für immer», sagt Tino Gisler.

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