ALTDORF: «Beizer»-Ehepaar steht erneut vor Gericht

Ein Ehepaar aus Zürich soll auf den Eggbergen ohne Bewilligung gewirtet haben. Es wurde verurteilt. Nun muss sich das Obergericht mit dem Fall beschäftigen.

Markus Zwyssig
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1700 respektive 1500 Franken Busse. So viel soll ein Ehepaar aus Zürich bezahlen, geht es nach dem Landgerichtsvizepräsidium. Dieses verurteilte das Paar, weil es auf den Eggbergen eine illegale Gastwirtschaft betrieben haben soll. Allerdings wurde es vom Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs freigesprochen. Das wollte die Staatsanwältin nicht gelten lassen. Sie zog das Urteil ans Obergericht Uri weiter. Am Mittwoch fand die Verhandlung statt.

So führte die Staatsanwältin an, am Haus auf den Eggbergen habe ein «Eichhof»-Schild geprangt. «Dadurch wurde der Eindruck erweckt, es handle sich um einen legalen Gastwirtschaftsbetrieb.» Die Staatsanwältin forderte für die Frau eine bedingte Strafe von 90 Tagessätzen à 100 Franken. Die vom Landgerichtsvizepräsidium ausgesprochene Busse soll bestehen bleiben.

Geht es nach der Staatsanwältin, soll der Mann eine bedingte Strafe von 60 Tagessätzen à 180 Franken zahlen. Die vom Landgerichtsvizepräsidium erlassene Busse soll bestehen bleiben.

«Behauptungen nicht verifiziert»

Der Verteidiger des Ehepaars forderte hingegen, die beiden freizusprechen. Die Vorwürfe seien nicht verifiziert worden. Man stütze sich vor allem auf eine Auskunftsperson, die in besagter «Beiz» etwas konsumiert habe und dafür bezahlen musste. «Ein einzelner Vorfall reicht nicht aus, um von einem gastwirtschaftlichen Dauerbetrieb auszugehen», so der Verteidiger.

Das Urteil wird den Parteien in den nächsten Tagen schriftlich zugestellt.

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