ALTDORF: Beste Stimmung beim grossen Volksfest

Die fünfte Ausgabe des «Ürner Oktoberfests» war ein Erfolg. Über 2000 Besucher kamen und tranken mehr als 6000 Liter Stiär Biär. Floorball Uri will das Fest im nächsten Jahr wieder durchführen.

Markus Zwyssig
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Von oben links im Uhrzeigersinn: Jolanda Annen beim Fassanstich, die Blaskapelle Schächental, Philipp Schuler und Fabian Arnold prosten sich zu, Serviertöchter tragen schwere Lasten. (Bilder: Urs Hanhart (Altdorf, 2. September 2017))

Von oben links im Uhrzeigersinn: Jolanda Annen beim Fassanstich, die Blaskapelle Schächental, Philipp Schuler und Fabian Arnold prosten sich zu, Serviertöchter tragen schwere Lasten. (Bilder: Urs Hanhart (Altdorf, 2. September 2017))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Das grosse Festzelt auf der Winkel-Wiesn in Altdorf war bereits am Samstagnachmittag bis auf den letzten Platz besetzt. Da wurde kräftig in die Hände geklatscht und geschunkelt. Auch die Urner Triathletin Jolanda Annen hatte sich ein Dirndl angezogen. Nach drei Schlägen auf das Fass hiess es: «O’zapft is!» Das fünfte Oktoberfest in Altdorf war eröffnet.

Rund 250 Personen standen im Einsatz, damit das Fest ohne Zwischenfälle über die Bühne gehen konnte. Das Servicepersonal war nicht zu beneiden. «Es ist mega streng», so die 20-jährige Serviertochter Céline Deplazes aus Altdorf. Trotzdem machte ihr die Arbeit Spass: «Es ist eine Superstimmung.»

Musikveteran hofft auf Tipps beim Trompetenspielen

Die Blaskapelle Schächental begleitete den Wiesn-Einzug. Danach sorgten die Ländlerkapelle 20 Uhr Tagesschau und die Tiroler Bluat Party-Band für Stimmung. Der 80-jährige Hans Baldelli aus Altdorf war vor allem wegen der Musik am Oktoberfest. «Ich habe selber eine Trompete zu Hause», verriet er. «Vielleicht kann ich ja noch etwas lernen.» Jung und Alt seien bei diesem Fest dabei, sagte der 50-jährige Stefan Arnold aus Altdorf. Beim ersten Oktoberfest sei er per Zufall dabei gewesen. Weil es ihm so gut gefiel, verpasste er fortan kein Fest mehr. Rita Amstutz aus Alpnach (58) wollte sich das Oktoberfest nicht entgehen lassen, nachdem sie erfahren hatte, dass es das in Uri gibt. «Ich bin überrascht, dass bereits kurz nach der Eröffnung das Festzelt bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Und dies trotz des schlechten Wetters.»

Das Oktoberfest fand am Samstag zum fünften Mal statt. Der Altdorfer Gemeindepräsident Urs Kälin versprach, dass es auch in Zukunft Platz für den Grossevent habe. «Wir sind in der Politik da, um Sachen zu ermöglichen und nicht, um sie zu verhindern.»

Fabian Arnold (30) konnte es gelassener nehmen als in früheren Jahren. Die ersten drei Ausgaben hatte er mitorganisiert. Am Samstag prostete er Philipp Schuler (34) aus Morschach zu, der zum ersten Mal in Altdorf dabei war. Schuler war aber schon an verschiedenen Oktoberfesten, so auch in München und in Luzern. «Zweimal im Jahr besuche ich ein Frühlings- oder ein Oktoberfest», sagte er.

Dominic Gisler, OK-Mitglied und Präsident von Floorball Uri, zog am Sonntag eine positive Bilanz. «Die Werte der Vorjahre wurden klar getoppt», so Gisler. Über 2000 Besucher seien gezählt worden. Und es wurde kräftig konsumiert: «Das Ziel, 6000 Liter Stiär Biär auszuschenken, wurde erreicht.» Im kommenden Jahr soll daher wieder ein Oktoberfest stattfinden.