ALTDORF: BFE-Studie: EWA schweizweit auf Platz drei

Elektrizitätswerk Altdorf hat schweizweit im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz den dritten Rang belegt. Das Bundesamt für Energie hat in einer Pilotstudie erstmals untersucht, inwieweit die Stromversorger auf die Herausforderungen der Energieende vorbereitet sind.

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Eine Elektrotankstelle der EWA. (Bild: pd)

Eine Elektrotankstelle der EWA. (Bild: pd)

Das Bundesamt für Energie hat im Rahmen einer Pilotstudie die Anstrengungen Schweizer Stromlieferanten in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien untersuchen lassen. Insgesamt wurden 24 Unternehmen, die zusammen 40 Prozent des Schweizer Stromabsatzes abdecken, in einer Rangliste bewertet. Geprüft wurden insbesondere die Unternehmensstrategie, die Vorbildwirkung, Produktion und Angebot von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, der Gewässerschutz, die Energiedienstleistungen sowie allfällige Förderprogramme.

Von den 9 grossen und 15 kleinen Stromlieferanten belegte EWA beim Gesamtergebnis den 3. Rang. Vor EWA platziert sind einzig zwei grosse städtische Versorgungsunternehmen. Wer im Teilnehmerfeld nur die kleineren Unternehmen betrachtet, findet EWA gar an der Spitze.

EWA hat grosse Vorbildfunktion

Beigetragen zum guten Abschneiden haben das Umweltmanagementsystem von EWA und die Umsetzung verschiedener Gewässerschutz-Massnahmen. Punkten durfte EWA auch mit seinen Stromprodukten aus der URstrom-Linie (siehe Bild). Einen gewichtigen Anteil am 3. Rang von EWA haben mitunter verschiedene Programme zur Steigerung der Energieeffizienz, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt. Zum Beispiel unterstütze EWA private Anstrengungen zum nachhaltigen Umgang mit Energie: In die Realisierung von Fotovoltaik- und thermischen Solaranlagen oder zur Anschaffung von sparsamen Grossgeräten habe das EWA bisher beinahe eine Million Franken investiert. Im Bereich der öffentlichen Beleuchtung forciere EWA die Umrüstung auf die energieeffiziente LED-Technologie. «Mehr als 20 Prozent der Strassenlampen in unserem Versorgungsgebiet sind heute LED-Leuchten», bilanziert Andreas Bissig, Leiter Netz bei EWA, das bisherige Engagement.

Insgesamt verfügt EWA gemäss dem BFE-Benchmarking über eine grosse Vorbildfunktion. Gemessen wurde hierfür der Stromeigenbedarf, aber auch der gesamte Energieverbrauch des Unternehmens. EWA misst alle CO2-Emissionen. «Beim Ersatz von Firmenfahrzeugen richten wir ein besonderes Augenmerk auf den CO2-Ausstoss und die Energieeffizienz. Ausserdem sorgt EWA dafür, dass die eigenen Liegenschaften nachhaltig gekühlt oder beheizt werden», versichert Erhard Saurer, Leiter Administrative Services.

pd/nop