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ALTDORF: Breite Allianz steht für Energiestrategie 2050 ein

In Uri wirbt ein breit abgestütztes überparteiliches Komitee für die Unterstützung der Energiestrategie 2050. Gestern hat es seine Argumente für ein Ja am 21. Mai präsentiert.
Für das überparteiliche Pro-Komitee legen sich (von links) Thomas Sicher, Christoph Schillig, Nora Sommer und Flavio Gisler ins Zeug. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 24. April 2017))

Für das überparteiliche Pro-Komitee legen sich (von links) Thomas Sicher, Christoph Schillig, Nora Sommer und Flavio Gisler ins Zeug. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 24. April 2017))

Auf dem Bauernhof «byherger» in Altdorf wird die Produktion und Nutzung von klimafreundlicher Energie grossgeschrieben. Das Dach des landwirtschaftlichen Gebäudes ist flächendeckend mit einer Fotovoltaikanlage versehen. Pro Jahr werden mit dieser Anlage 100000 Kilowattstunden Strom produziert, was für die Versorgung von 20 Haushaltungen ausreicht.

«Hier ist die Energiezukunft bereits am Entstehen. Deshalb lag es für uns auf der Hand, unsere Medienkonferenz an diesem symbolträchtigen Ort abzuhalten», sagte Myriam Planzer, Projektleiterin Energiewende beim WWF Schweiz.

Enorme Bedeutung für Urner Volkswirtschaft

Exponenten des Urner Komitees «Ja zur Energiestrategie 2050», dem Vertreter von FDP, CVP, JCVP, SP, Juso und Grünen angehören, stellten gestern ihre Argumente vor. «Ja zu einheimischer Energie: Geld bleibt hier!» – so lautet der Slogan der Kampagne der Befürworter der Energiestrategie 2050, über die am 21. Mai abgestimmt wird. Flavio Gisler, Präsident der CVP Uri, verwies auf die enorme volkswirtschaftliche Bedeutung der Wasserkraft für den Kanton Uri: «Deshalb muss die Energiestrategie 2050 angenommen werden. Sie sorgt dafür, dass national vermehrt auf erneuerbare Energie gesetzt wird, was sich positiv auf die Einnahmen des Kantons Uri aus der Wasserkraft auswirken wird.»

FDP-Landrat Thomas Sicher zeigte sich überzeugt, dass die Energiestrategie 2050 das Urner Gewerbe stärkt. «Durch die vorgesehenen Massnahmen, unter anderem im Bereich energetische Sanierungen, profitieren insbesondere Gewerbetriebe wie Bauunternehmungen, Elektroinstallateure, Sanitärinstallateure, Ingenieure, aber auch Förster, Holzverarbeitungsbetriebe oder Landwirte.» Speziell für Uri mit seinen vielen Handwerksbetrieben mit einem hohen Ansehen weit über die Kantonsgrenzen hinaus stelle dies eine grosse Chance dar. Ein Ja zur Energiestrategie 2050 sei deshalb auch ein Ja zum inländischen Gewerbe und zum Arbeitsstandort Schweiz, so Thomas Sicher.

Drohende Klimaerwärmung soll verhindert werden

SP-Landrätin Nora Sommer geht davon aus, dass die Energiestrategie hilft, die drohende Klimaerwärmung zu verhindern: «Die Umsetzung einer Energiesparstrategie und der Umbau der Energieversorgung werden langfristig zweifellos weniger kosten als die heute noch nicht einschätzbaren Folgekosten der Klimaveränderung.»

Landratsvizepräsident Christoph Schillig von den Grünen nannte noch ein weiteres wichtiges Pro-Argument: «Die Energiestrategie 2050 ist nötig für den Ausstieg aus der für Mensch und Umwelt gefährlichen Atomenergie. Sie sichert den rechtzeitigen Umstieg auf erneuerbare und einheimische Energiequellen.»

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

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