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ALTDORF: Bristen-Praxis ist in den Startlöchern

Im Januar wird die Bristen-Praxis eröffnet. Vorerst praktizieren dort zwei Hausärzte. Später soll dann daraus eine Grossgruppenpraxis entstehen.
Der Umbau der künftigen Bristen-Praxis ist nach wie vor in vollem Gange. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Der Umbau der künftigen Bristen-Praxis ist nach wie vor in vollem Gange. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Urs Hanhart

Gestern erhielten die beiden Initianten der Bristen-Praxis, Gregor Waser und Reto Kummer, von Korporationsverwalter Kurt Schuler den Schlüssel für die künftigen Räumlichkeiten. Diese befinden sich im ersten Stock des Verwaltungsgebäudes der Korporation Uri an der Gotthardstrasse in Altdorf. Allerdings handelte es sich nur um einen symbolischen Akt. Denn die angehende Hausarztpraxis ist derzeit noch eine Baustelle. Investiert werden in den Umbau rund 640 000 Franken. «Wir bringen alles auf den neuesten Stand», erklärte Schuler. Zudem wird ein Lift eingebaut und das Haus rollstuhlgängig gemacht. «Bis Ende Jahr sollten wir eine fertige Arztpraxis zur Verfügung stellen können. Wir sind auf sehr gutem Weg», sagte der Korporationsverwalter.

Know-how-Transfer aus Luzern

Im Frühling 2015 hatten Waser und Kummer kommuniziert, dass sie beabsichtigen, in Altdorf unter dem Namen «Bristen-Praxis» eine Grossgruppenpraxis zu eröffnen. Allerdings machten sie dieses Projekt von einer Anschubfinanzierung durch die öffentliche Hand abgängig. Obwohl diese Starthilfe noch nicht zugesichert ist, geben sie schon jetzt Gas mit ihrem Vorhaben. Doch Kummer relativierte: «Unser Projekt braucht Fleisch am Knochen. Deshalb haben wir uns entschieden, auf privater Basis und ohne Unterstützung der öffentlichen Hand eine Praxis auf die Beine zu stellen, in einem ersten Schritt in einem kleineren Rahmen.»

Kummer selber wird am Anfang noch nicht mit dabei sein. Er ist vorderhand weiterhin in der Pilatus-Praxis (Grossgruppenpraxis mit 37 Mitarbeitern, darunter 17 Ärzte) in Luzern als Allgemeinmediziner tätig sein. Er wolle aber dafür sorgen, dass von dort ein Know-how-Transfer nach Altdorf stattfinden könne, so der Mediziner.

Offiziell starten wird die Bristen-Praxis am 11. Januar 2016 mit einem zweiköpfigen Ärzteteam und drei Praxisassistentinnen. Waser übernimmt die Leitung der Praxis, und Lena Erhard arbeitet in einem Teilzeitpensum. Beide waren bisher als Assistenzärzte tätig. «Wir bieten konventionelle Hausarztmedizin in einer topmodernen Praxis», erklärte Waser. «Also absolut nichts Exotisches.» Die Initianten haben als «Tatbeweis» auch selber Geld in die Hand genommen und in die Ausstattung der Praxis mit Geräten und so weiter investiert. Den Standort an der Gotthardstrasse erachten sie als Übergangslösung, da dieser mit einer Fläche von 200 Quadratmetern viel zu klein wäre für die später geplante Expansion zu einer Grossgruppenpraxis.

Platz für drei Vollzeit-Hausärzte

Die Startpraxis beinhaltet drei Sprechzimmer, einen Warteraum, ein grosses Labor, einen Multifunktionsraum und eine Apotheke. Sie hat laut Kummer eine Kapazität für maximal drei Hausarzt-Vollzeitstellen.

Für die später geplante Grossgruppenpraxis mit neun Arzt-Vollzeitstellen (oder zwölf bis 15 Teilzeitstellen) wird laut den Initianten eine Fläche von etwa 1000 Quadratmetern benötigt. Zur Diskussion stehen zwei Standorte in Altdorf: einer im Winterbergareal oder einer beim künftigen Kantonalbahnhof. Die Variante Winterbergareal erachten die Initianten derzeit als realistischer, da die dort geplante Überbauung Ende 2018 respektive Anfang 2019 bezugsbereit sein soll. Innerhalb von fünf Jahren möchten die Initianten den Umstieg auf die Grossgruppenpraxis schaffen. Allerdings betonte Kummer: «Der Sprung von der kleinen Gruppenpraxis zur Grossgruppenpraxis braucht einen Anschub.» Uri müsse einen Extra-Effort leisten. Eine grosse Herausforderung besteht auch darin, Ärzte zu finden. «Dazu bedarf es einer jahrelangen Netzwerkarbeit.»

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