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ALTDORF: Budget 2018 der Gemeinde Altdorf mit leichtem Plus

Für das kommende Jahr prognostiziert die Gemeinde Altdorf einen Ertragsüberschuss von 411100 Franken. In den folgenden Jahren werden jedoch rote Zahlen erwartet, was aufgrund des Eigenkapitalpolsters allerdings verkraftbar sein sollte.
Der Bahnhof Altdorf.

Der Bahnhof Altdorf.

Gemeindepräsident Urs Kälin konnte die Präsentation des Budgets 2018 der Gemeinde Altdorf gestern gelassen angehen. «Die Zahlen sind nicht spektakulär», sagte er vor den Medien, «viel eher ist es Courant normal.» Konkret heisst dies: Bei einem Gesamtaufwand von 35,674 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 36,085 Millionen wird für 2018 mit einem Ertragsüberschuss von 411100 Franken gerechnet. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 3,214 Millionen Franken.

Geringere Steuereinnahmen bei juristischen Personen

Trotzdem vermeldete Markus Christen, Leiter der Finanzabteilung, Unerwartetes: Die aktuellen Zahlen würden zeigen, dass bei den Steuereinnahmen der juristischen Personen mit tieferen Einnahmen zu rechnen sei, als noch im Budget 2017 vorgesehen. «Unsere Annahmen der Vorjahre waren zu optimistisch», gab er sich selbstkritisch. Die Hochrechnung für das laufende Jahr zeige, dass aufgrund von Rückzahlungen bei den juristischen Personen unter dem Strich sogar ein Minus resultieren werde. Auch bei den Steuern der natürlichen Personen sei nicht mit einem Anstieg gegenüber dem Budget 2017 zu rechnen. Die Prognose für 2018 liegt daher in etwa auf der Höhe des Vorjahres.

Positives gibt es auf der Ausgabenseite zu berichten. So können tiefere Abschreibungen als im Vorjahr getätigt werden. Zurückzuführen ist dies auf die in der Rechnung 2016 vorgenommenen zusätzlichen Abschreibungen. Gemeindeverwalter Pascal Ziegler zeigte auf, dass aufgrund des Wegfalls der EWA-Rabatte die Energiekosten gegenüber dem Budget des Vorjahres um rund 90000 Franken höher ausfallen. «Der Mehraufwand wird allerdings durch höhere Konzessionseinnahmen wieder kompensiert», erklärte er.

Bei der Investitionsrechnung sind 3,214 Millionen Franken Nettoausgaben geplant. Neben den Sanierungsaufwendungen für die Schützengasse (830 000 Franken) und für die Gitschenstrasse (470 000 Franken) schlagen die geplanten Fotovoltaikanlagen auf dem Dach des Schwimmbads (320 000 Franken) sowie auf der Hagenhalle (240 000 Franken) zu Buche. Zudem fallen Investitionen im Mehrzweckgebäude Winkel an. 240 000 Franken sollen zur Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutzauflagen eingesetzt werden. Bei der Sportanlage Feldli sollen 350 000 Franken in das begehbare Flachdach der Turnhalle investiert werden.
Pro-Kopf-Verschuldung steigt an

Die vorgesehenen Investitionen können nicht vollständig selbstfinanziert werden. Der Selbstfinanzierungsgrad im Budget 2018 beläuft sich auf 69,5 Prozent. Dadurch wird die Nettoschuld pro Kopf voraussichtlich bis Ende 2018 auf 850 Franken ansteigen. Aufgrund der speziellen Situation auf dem Kapitalmarkt sei dennoch nicht mit höheren Zinskosten zu rechnen.
Der Gemeinderat beantragt den Altdorfer Stimmbürgern, den Steuerfuss bei 95 Prozent und den Kapitalsteuersatz bei 0,01 Promille zu belassen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung wird laut den Gemeindevertretern auch in den kommenden Jahren ansteigen. Gerechnet wird damit, dass sie auf zirka 2000 Franken ansteigen wird. Ein Grund dafür liege in den geplanten Investitionen. Doch Pascal Ziegler ist überzeugt, dass dies richtig ist: «Um ein Dorf attraktiv zu halten, sind immer Investitionen nötig.» Dies, auch wenn die Budgetzahlen in den kommenden Jahren gemäss Ziegler in den roten Bereich kippen. Altdorf hat ein Eigenkapitalpolster von 12 Millionen Franken.

Kunstrasenplatz und neue Schulräume geplant

Der geplante Kunstrasenplatz auf der Suworowmatte wird gemäss einer Grobkostenberechnung auf 1,7 Millionen Franken zu stehen kommen. Um den Anforderungen zu genügen, sind auch bauliche Veränderungen nötig, denn der Platz muss vergrössert werden. Die Abstimmung soll im Herbst 2018 stattfinden. Im Budget 2018 ist ein Kredit von 50000 Franken eingesetzt. Damit sollen planerische Abklärungen gemacht werden. Investitionen stehen auch im Schulbereich an. Das alte Hagenschulhaus soll einem Neubauprojekt weichen. «Wir sind zuversichtlich, dass wir damit für die kommenden 6 bis 7 Jahre den Bedarf für Schulräume decken können», sagte Kälin. Gerechnet wird mit Kosten von rund 4 Millionen Franken.

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch


Hinweis
Die Budgetversammlung der Gemeinde Altdorf findet am 16. November im Theater Uri statt.

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