ALTDORF: Chemiewehr Uri unter neuem Kommando

Die Chemiewehr Uri bekommt gleich zwei neue Kommandanten. Zudem erhält die Schutztruppe im Amt für Bevölkerungsschutz und Militär eine eigene Abteilung. So will man für neue Herausforderungen am Gotthard gerüstet sein.

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Die Chemiewehr Uri an einer Übung in Nidwalden. (Bild: PD)

Die Chemiewehr Uri an einer Übung in Nidwalden. (Bild: PD)

Auf den 1. Januar 2015 übernehmen Walter Imholz und Hermann Gisler das Kommando der Chemiewehr Uri. Sie führen die Organisation als Co-Kommandanten. Gleichzeitig wechselt die Chemiewehr von der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion in die Sicherheitsdirektion, wie der Regierungsrat am Dienstag mitteilt.

Die Chemiewehr wird organisatorisch innerhalb der Sicherheitsdirektion im Amt für Bevölkerungsschutz und Militär (ABM) und dort in einer neu geschaffenen Abteilung Chemiewehr und Schadenwehr untergebracht.

Innert 15 Minuten einsatzbereit im Basistunnel

Die grösste anstehende Änderung ziehe jedoch die Leistungsvereinbarung mit der SBB im Zusammenhang mit dem Gotthard Basistunnel nach sich, heisst es weiter. Die Chemiewehr Uri werde bei einem Einsatz im Gotthard Basistunnel zum Ersteinsatzelement, das den Lösch- und Rettungszug innerhalb von 15 Minuten mit zehn Mann unterstützen wird.

Unterdessen wurde die Chemiewehr Uri auf den 1. Juli 2014 teilprofessionalisiert, also in den Bereichen Kommando, Ausbildung, Unterhalt und Administration, wo Teilzeitstellen von gesamthaft 160 Stellenprozenten geschaffen wurden.

pd/uus

Die Chemiewehr: Nicht nur in Uri

pd. Die Chemiewehr Uri ist eine kantonale Organisation, die grundsätzlich bei ABC-Ereignissen* auf dem ganzen Kantonsgebiet zum Einsatz kommt. Auch mit dem Feuerwehrstützpunkt Stans, dem Laboratorium der Urkantone im Bereich Tierseuchen, der Matterhorn Gotthard Bahn und mit der Mobilen Sanitätshilfsstelle bestehen Leistungsvereinbarungen.

*atomare, biologische oder chemische Ereignisse