ALTDORF: Dätwyler im ersten Halbjahr mit Umsatzrückgang

Das Urner Traditionsunternehmen Dätwyler hat in der ersten Jahreshälfte einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen.

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Blick in die Produktion: Yvonne Tresch, die bei der Firma Dätwyler in Altdorf eine Lehre als Polymechanikerin macht, im letzten September bei der Arbeit. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Blick in die Produktion: Yvonne Tresch, die bei der Firma Dätwyler in Altdorf eine Lehre als Polymechanikerin macht, im letzten September bei der Arbeit. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Rückläufig war der Umsatz insbesondere in der Division technische Komponenten, die etwa das Geschäft mit Messgeräten, Alarmtechnik und Hausautomation umfasst. Hier kumulierten sich Währungseffekte und ein organischer Rückgang.

Hingegen konnte bei der Dichtungssparte der Umsatz leicht gesteigert werden. Zurückzuführen ist dies gemäss Communiqué vom Freitag einerseits auf ein organisches Wachstum, das durch die gute Nachfrage aus der Automobil-, Gesundheits- und Konsumgüterbranche ermöglicht wurde. Andererseits führte auch die im letzten Jahr erfolgte Übernahme der Vertriebsorganisation Columbia zu einem leichten Umsatzwachstum.

Insgesamt reduzierte sich der Umsatz von Dätwyler gegenüber der Vorjahresperiode um 5,9 Prozent auf 579,1 Millionen Franken. Inzwischen abgestossene Unternehmensteile mitgerechnet wäre der Umsatzrückgang noch deutlicher ausgefallen. Der Umsatzrückgang ist hauptsächlich auf Wechselkurseffekte zurückzuführen, organisch ist nach Angaben von Dätwyler ein Umsatzwachstum von 1,7 Prozent erzielt worden.

Der Betriebsgewinn reduzierte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 um 2,6 Millionen Franken und betrug 67,4 Millionen Franken. Auch das Nettoergebnis fiel mit 42,1 Millionen Franken geringer aus als noch in der Vorjahresperiode mit 49,8 Millionen Franken. Dätwyler macht dafür ebenfalls Währungseffekte geltend.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2015 sieht sich das Unternehmen auf Zielkurs. Dätwyler ist zuversichtlich, den angestrebten Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Franken zu erreichen. Bis ins Jahr 2020 will der Industriekonzern den Jahresumsatz gar auf 2 Milliarden Franken erhöhen, was durch organisches Wachstum sowie Zukäufe realisiert werden soll.

sda