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ALTDORF: Dätwyler-Stiftung «adelt» Theaterleiter Heinz Keller

Die Dätwyler-Stiftung zeichnet den langjährigen Leiter des Theaters Uri aus. Der Stiftungsrat vergibt den mit 20000 Franken dotierten Preis Heinz Keller für herausragende Verdienste im Kulturschaffen.
Markus Zwyssig
Hier im Saal des Theaters Uri wirkt Heinz Keller (62). Nun erhält er eine Auszeichnung für seine Arbeit. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 31. August 2017))

Hier im Saal des Theaters Uri wirkt Heinz Keller (62). Nun erhält er eine Auszeichnung für seine Arbeit. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 31. August 2017))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

«Ich bekam Hühnerhaut, als ich erfahren habe, dass ich den Dätwyler-Preis 2017 erhalte», erklärte Heinz Keller gestern gegenüber unserer Zeitung. «Die Auszeichnung ist für mich eine grosse Ehre», sagt der 62-jährige Kulturmanager. Es sei auch eine Anerkennung für all die vielen Stunden, die er im Einsatz gestanden habe und noch immer stehe. «Als Leiter des Theaters Uri ist es mir ein Anliegen, nicht nur ein 08/15-Programm auf die Beine zu stellen», so Keller. Dabei leistet er weit mehr Stunden, als es sein 50 Prozent Pensum eigentlich vorsieht.

Die Auszeichnung ist mit 20 000 Franken dotiert. Der Stiftungsrat der Dätwyler-Stiftung ehrt damit den langjährigen Leiter des Theaters Uri als Persönlichkeit mit herausragenden Verdiensten im Kulturschaffen des Kantons Uri, wie es in einer gestern veröffentlichten Mitteilung heisst.

Der Preis wird zum zehnten Mal verliehen

«Als Preisträger geehrt zu werden ist fast eine kleine Adelung», sagt Heinz Keller mit Blick auf die Liste derjenigen, die in den vergangenen Jahren einen Preis erhalten haben. Seit der Gründung im Jahr 1990 hat die Dätwyler-Stiftung den Dätwyler-Preis neunmal verliehen. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Stiftung natürliche oder juristische Personen oder Institutionen, die «herausragende Einzelleistungen erbracht oder über längere Zeit eine aussergewöhnlich erfolgreiche Tätigkeit entfaltet haben».

Zu den bisherigen Preisträgern zählen die Tellspielgesellschaft Altdorf (1992), der Urner Historiker Dr. Hans Stadler-Planzer (1995), der Flüeler Musiker Franz Muheim (1998), das Historische Museum Uri (2001), die beiden Jungunternehmer Alois Bissig und Dolf Wipfli (2004), der Meisterlandwirt Wisi Zgraggen-Stadler und der ehemalige Altdorfer Jugendtheaterförderer Josef Grossrieder-Simmen (2007), die Ludothek Altdorf (2008), das Hilfswerk der Kirchen Uri (2011), der Urner Mundartforscher Felix Aschwanden (2014) und nun Heinz Keller.

Unter dem Präsidium von Hansheiri Inderkum, alt Ständeratspräsident, hat der Stiftungsrat bereits im vergangenen November beschlossen, Heinz Keller mit dem Dätwyler-Preis 2017 auszuzeichnen. Bekanntgegeben wurde die zugesprochene Anerkennung aber erst gestern.

Der Stiftungsrat ehrt mit dem Preis eine Persönlichkeit, die das Urner Kulturleben seit Jahren stark prägt. «Als langjähriger Leiter des Theaters Uri überraschte Heinz Keller immer wieder mit Ideen für Neues, erfolgreichen Eigenproduktionen und seinem Gespür für interessante Programminhalte, welche auch ausserkantonale Gäste in den Kanton Uri lockte», heisst es in der Mitteilung. Heinz Keller habe im Theater Uri eine Plattform für junge talentierte Künstler ermöglicht, die damit erste Bühnenerfahrungen sammeln konnten.

Keller will auch nach der Pension kulturell tätig sein

Ende 2018 wird Heinz Keller die Leitung des Theaters Uri an Michel Truniger übergeben. «Fast 18 Jahre habe ich das Theater Uri geleitet», blickt Keller zurück. Und auch nach der Pension soll für ihn noch lange nicht Schluss sein. «Ich werde in Zukunft eigene Projekte verfolgen», sagt er. Das alles passiere aber ohne Stress und Leistungsdruck. «Ich muss niemandem mehr genügen und will auch niemanden konkurrenzieren», erklärt er.

Die Preisverleihung findet im November im neuen Mehrzweckraum der Dätwyler-Stiftung in Altdorf statt. Dieser Raum entstand unter anderem auch durch einen Impuls von Heinz Keller. «In Uri mangelt es an Proberäumen. Daher habe ich angeregt, das ehemalige Schwimmbad in einen Mehrzweckraum umzugestalten, welcher nun von verschiedenen kulturellen Vereinen genutzt werden kann.»

Für die Öffentlichkeit wird der neue Mehrzweckraum am Tag der offenen Tür auf dem Dätwyler-Areal am 16. September erstmals zugänglich sein.

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