Altdorf
Das Elternkaffee geht wegen Corona neue Wege

Das beliebte Elternkaffee der Stiftung Papilio in Altdorf kann zurzeit nicht wie gewohnt vor Ort stattfinden. Aus diesem Grund wird unter anderem auf eine App zurückgegriffen.

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Die Projektgruppe des Elternkaffees; hinten von links im Uhrzeigersinn: Yara Calörtscher, Simone Abegg, Daniela Zgraggen und Petra Zwyssig.

Die Projektgruppe des Elternkaffees; hinten von links im Uhrzeigersinn: Yara Calörtscher, Simone Abegg, Daniela Zgraggen und Petra Zwyssig.

Bild: PD

Seit 2018 wird das Angebot der Elternkaffees von der Stiftung Papilio gemeinsam mit Gesundheitsförderung Uri organisiert. Fünfmal pro Jahr, rund alle zwei Monate, findet an einem Samstagvormittag ein Elternkaffee statt. Zwischen 20 und 30 Eltern mit ihren Kindern nehmen jeweils daran teil. «Das Elternkaffee hat zum Ziel, Eltern Inputs, Ideen und Anregungen für den Alltag mit Kindern mitzugeben», schreibt die Stiftung in einer Mitteilung. Eine Fachperson hält jeweils ein Referat zu einem bestimmten Thema, das die Eltern in ihrem Familienalltag beschäftigt. «Doch nicht nur der Informationsgewinn ist wichtig beim Elternkaffee, genauso zentral ist die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern auszutauschen», so Daniela Zgraggen, Leiterin der Fachstelle für Familienfragen und frühe Kindheit. Denn viele Eltern seien mit ähnlichen Fragen und Herausforderungen konfrontiert. Sich dabei gegenseitig zu unterstützen, sei wertvoll. Beim Elternkaffee steht den Eltern dafür genügend Zeit zur Verfügung, da die Kinder betreut werden.

Aufgrund der vorherrschenden Massnahmen rund um die Coronapandemie ist es im Moment nicht möglich, das Elternkaffee vor Ort in der Stiftung Papilio durchzuführen. «Doch gerade in den aktuell schwierigen Zeiten ist es wichtig, die Familien zu begleiten und zu unterstützen», ergänzt Simone Abegg, Programmleiterin bei der Gesundheitsförderung Uri. Aus diesem Grund suchen die Stiftung Papilio und die Gesundheitsförderung Uri neue Wege, Inhalte der Elternkaffees weiterhin an die Familien zu bringen. Für die Eltern werden Informationen zu den geplanten Themen zusammengestellt. Auch Kontaktdaten zu entsprechenden kantonalen Fachstellen und Fachpersonen werden darin integriert.

«Parentu» gibt Tipps für den Familienalltag

Die Informationen können über die App «Parentu» bezogen werden. Sie informiert Eltern in 13 Sprachen über die kindliche Entwicklung ab Geburt bis zum 16. Lebensjahr. Eltern erhalten durch die App Anregungen für die Gestaltung des Familienalltags sowie Hinweise auf Events und Aktualitäten aus der Region. Der Kanton Uri unterstützt die Verbreitung der App. Der Download steht kostenlos zur Verfügung.

Daniela Zgraggen ermutigt die Urner Familien, sich bei Fragen an die genannten Fachstellen zu wenden: «Schwierigkeiten, Ängste und Sorgen sind ganz normal im Familienalltag. Wichtig ist aber, sich bei Unsicherheiten genug früh Unterstützung zu holen.» Auch eine unverbindliche Kontaktaufnahme mit der Fachstelle für Familienfragen und frühe Kindheit könne helfen. Anfragen werden vertraulich behandelt und sind für Urner Familien kostenlos.

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