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ALTDORF: Desolate Flüelerstrasse wird erst ab 2024 saniert

Auf dem Nordzubringer verkehren täglich über 14 000 Fahrzeuge. Die Strasse ist alt, lärmig und es fehlen Fussgängerstreifen.
Daniel Regli
Die Flüelerstrasse ist sanierungsbedürftig und viel befahren. (Bild Daniel Regli)

Die Flüelerstrasse ist sanierungsbedürftig und viel befahren. (Bild Daniel Regli)

Die Flüelerstrasse zwischen Moosbad und dem Werkhof der Gemeinde Altdorf ist in einem desolaten Zustand. Die Hauptstrasse, die von Norden in den Urner Hauptort führt, stammt aus dem Jahr 1961, verfügt über Betonplatten-Elemente und wurde bisher nie komplett saniert. Zwischen 14 000 und 16 000 Fahrzeuge fahren täglich über die holperige Flüelerstrasse. Also beinahe so viele Autos wie im Jahresdurchschnitt täglich durch den Gotthard-Strassentunnel fahren. Die Flüelerstrasse ist wegen des rauen Strassenbelags und der zahlreichen Fugen zwischen den einzelnen Betonelementen äusserst lärm­intensiv. Diese Lärmbelästigung stört die Anwohnerinnen und Anwohner der Flüelerstrasse insbesondere zu den Pendlerzeiten am frühen Morgen und nach Feierabend sowie an verkehrsreichen Wochenenden.

«Der Zustand der Flüelerstrasse ist uns bekannt und fliesst in die Sanierungsplanung mit ein», sagt Peter Vorwerk, Abteilungsleiter Strassen bei der Baudirektion Uri, auf Anfrage unserer Zeitung. Für die Sanierungsplanung berücksichtige der Kanton Uri jeweils den Zustand der Infrastruktur und die Auswirkungen auf die Sicherheit. «Massgebend sind auch zeitliche Rahmenbedingungen aus übergeordneten Projekten und Programmen sowie die vom Budget vorgegebenen finanziellen Möglichkeiten», erklärt Vorwerk.

WOV soll ab 2020 entlasten

Eine Verbesserung der Situation soll durch die geplante West-Ost-Verbindung (WOV) erfolgen. «Mit der Eröffnung der WOV reduziert sich auch der Verkehr auf der Flüelerstrasse», sagt Vorwerk. Gemäss der Botschaft des Kantons Uri zur Abstimmung über die WOV vom 18. Oktober 2015 wird damit gerechnet, dass die Verkehrsmenge auf allen bisher betroffenen Strassenabschnitten massiv abnehmen wird – teilweise sogar um mehr als 50 Prozent. Bis diese aber in Betrieb geht, dauert es voraussichtlich noch bis ins Jahr 2020. Immer vorausgesetzt, dass es dabei zu keinen Verzögerungen kommt. Aber auch nach der Eröffnung wird die Flüelerstrasse nicht sofort saniert: «Eine Sanierung des Abschnittes zwischen Moosbad und dem Gemeindewerkhof Altdorf ist im übernächsten Unterhaltsprogramm, also in den Jahren 2024 bis 2027 vorgesehen», sagt der Abteilungsleiter Strassen. Dann werde auch die Lärmsituation verbessert.

Für die Anwohner der Flüelerstrasse ist aber nicht nur der Lärm störend, auch die fehlenden Fussgängerübergänge ärgern. So gibt es auf der Strecke zwischen der Bushaltestelle Moosbad und dem Werkhof der Gemeinde Altdorf nur gerade zwei Fussgängerstreifen. Zwischen diesen beiden ist eine Distanz von rund 800 Metern. Personen, die westlich der Flüelerstrasse wohnen und die einzige Einkaufsmöglichkeit im Quartier nutzen möchten, müssen wagemutig die vielbefahrene Hauptstrasse überqueren. Unbefriedigend ist die Situation auch für Passagiere, die mit dem Bus von Altdorf Richtung Flüelen fahren und beim Quartier Ringli aussteigen: Obwohl das angrenzende Wohnquartier über eine gut frequentierte Bushaltestelle verfügt, gibt es in vernünftiger Gehdistanz keinen Fussgängerstreifen. Insbesondere für ältere Leute ist das ein Problem.

Keine kurzfristigen Änderungen

Leider bleibt die unbefriedigende Situation für die Fussgänger bis zur Sanierung bestehen. Zwar würden im Rahmen der Planungsarbeiten die Anzahl und Lage der Fussgängerübergänge geprüft, so Vorwerk. «Kurzfristige Änderungen an der Flüelerstrasse sind aber nicht vorgesehen.» Solche liessen sich nämlich nicht ohne erheblichen baulichen Aufwand verwirklichen. «Insbesondere dann, wenn sie den aktuellen Sicherheitsvorschriften entsprechen sollen», wie Vorwerk ausführt.

Daniel Regli

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