ALTDORF: Die reformierte Kirchenpflege stellt sich der Kritik

Der Abgang von Pfarrer Schmaltz sorgt für Unruhe in der reformierten Landeskirche. Jetzt nimmt die Kirchenpflege Altdorf schriftlich Stellung.

Anian Heierli/Bruno Arnold
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Der reformierte Pfarrer Ulrich Schmaltz konvertiert zur katholischen Glaubenslehre. Er verlässt den Kanton Uri und beendet sein bisheriges Arbeitsverhältnis als Pfarrer der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Erstfeld und Urner Oberland (wir berichteten). In der gestrigen Ausgabe bedauerte Helen Schuler, Präsidentin der Kirchenpflege Erstfeld, den Abgang von Pfarrer Schmalz. Den Hauptgrund für dessen Stellenwechsel sieht sie in der finanziell angespannten Situation der reformierten Landeskirche Uri.

Laut Schuler hätte Schmaltz wegen Umstrukturierungen künftig nur noch zu 50 Prozent und nicht wie bislang zu 100 Prozent arbeiten können. Damit war Schmaltz nicht einverstanden. Schuler wirft der reformierten Kirchenpflege Altdorf und Umgebung Kompromisslosigkeit vor. Für sie ist klar: «Man hätte eine befriedigendere Lösung finden können.»

Nun kontert Felicitas Schweizer, Präsidentin der Kirchenpflege Altdorf und Umgebung, den Vorwurf in einer schriftlichen Stellungsnahme. Am 15. April fand in Erstfeld eine Informationsveranstaltung zum neuen Organisationsstatut der Evangelisch-reformierten Landeskirche statt. «Es ist nun selbstverständlich, dass erst nach der am 19. Mai erfolgten Abstimmung das weitere Vorgehen festgelegt werden kann», schreibt Schweizer. Was die mangelnde Kompromissbereitschaft auf Altdorfer Seite anbelangt, weise die Kirchenpflege Altdorf entsprechende Vorwürfe zurück.