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ALTDORF: Dubioser Augenarzt verwirrt Patienten

Ein deutscher Augenarzt soll in Altdorf unseriös praktiziert haben. Patienten sind verunsichert. Die Gesundheitsdirektion relativiert.
Modell eines Auges. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Modell eines Auges. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Ein Augenarzt, der während fünf Jahren in Altdorf praktiziert hat, soll gepfuscht haben. Dies berichtete Tele Tell am Donnerstag. Im Beitrag klagte eine Patientin über Komplikationen. Hat der Arzt, der mittlerweile seine Praxis verkauft hat, tatsächlich unseriös gearbeitet? Eine Patientin sagte gegenüber unserer Zeitung: «Er hat eine Bindehautentzündung auch nach mehreren Konsultationen nicht erkannt.» Der Altdorfer Optiker Walter Sélébam geht noch weiter: Der Arzt habe nicht nachvollziehbare Entscheide getroffen.

Leute wollen Untersuch
Jetzt sind Patienten des Arztes verunsichert. In seiner ehemaligen Praxis klingelt ständig das Telefon. Dort arbeiten seit dem 1. April die Augenärzte Steffen Schicke und Peter Knieper, die ebenfalls aus Deutschland stammen. «Ehemalige Patienten wünschen einen Nachuntersuch», sagt Arztgehilfin Cornelia Tresch. «Andere sind verunsichert, um welchen Arzt es sich handelt.» Denn dass alle drei Deutsche sind und ähnliche Namen haben, stiftet Verwirrung.

Knieper selber hat seinen Vorgänger nie kennen gelernt. Dass dieser nun aber als Pfuscher dargestellt wird, überrascht ihn. «Ich hatte in den drei Monaten, in denen ich nun hier bin, noch nie einen Patienten, der sich über eine Falschbehandlung beklagte.» Laut Knieper arbeitete sein Vorgänger sauber, dies gehe auch aus den Patientenunterlagen hervor, die er übernommen habe. «Der Arzt war sicher kein Pfuscher. Denn er nahm auch Operationen vor, die ohne gründliche Ausbildung nicht durchführbar gewesen wären.»

Auch für Joe Imhof von der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion ist klar, dass der Arzt kein Hochstapler war. Laut Imhof waren die nötigen Zertifikate und Arbeitsbewilligungen vorhanden. «Er hat zwar keinen Doktortitel, doch ein Arzt muss nicht zwingend Doktor sein.»

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Urner Zeitung.

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