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ALTDORF: Ehemalige Kollegi-Schüler schwelgen in Erinnerungen

Ob Rechtsanwältin in Altdorf, Schauspieler in Zürich oder Klimaforscher in Alaska: Drei ehemalige Kollegi-Schüler erzählten am Samstag von ihrem Werdegang.
Die drei Podiumsteilnehmer; von links: Rolf Sommer, Andy Aschwanden und Ruth Wipfli Steinegger. (Bild: Elias Bricker (Altdorf, 4. November 2017))

Die drei Podiumsteilnehmer; von links: Rolf Sommer, Andy Aschwanden und Ruth Wipfli Steinegger. (Bild: Elias Bricker (Altdorf, 4. November 2017))

Am Samstagnachmittag fand in der Kollegi-Kapelle zum vierten Mal der «Kollegi-Träff» statt. Dieser wird alle zwei Jahre vom Verein Ehemaligen und Freunde der Kantonalen Mittelschule Uri (VE&F) organisiert. In diesem Jahr stand der Anlass unter dem Motto «Jahre danach ...». Dabei sprachen drei ehemalige Kollegi-Schüler, die heute in ganz unterschiedlichen Berufen erfolgreich sind, auf einem Podium über ihren Werdegang. Geleitet wurde die Diskussionsrunde von Rektor Daniel Tinner. Die Kollegi-Kapelle war zudem bis fast auf den letzten Platz besetzt.

Der erste Podiumsteilnehmer war Rolf Sommer, dessen Kollegi-Zeit inzwischen zwanzig Jahre zurückliegt. Sommer studierte nach der Matura einige Semester Geschichte, ehe er sich für die Schauspielschule entschied. So bewegt er sich heute vorwiegend auf Theater- und Musicalbühnen oder führt gelegentlich auch Regie. «Ich habe am Kollegi eine breite Allgemeinbildung erhalten», erinnerte sich Sommer. «Doch nach der Matura konnte ich es kaum erwarten, endlich wegzugehen. Ich wollte raus, rein in die Stadt.»

Auch der zweite Podiumsteilnehmer, Andy Aschwanden, wollte vor 20 Jahren raus aus dem Kanton Uri, wie er erzählte. Doch er hält sich heute oft in der weiten Natur auf. Denn nach der Matura in Altdorf studierte er an der ETH und lebt aber nun seit 2009 in Alaska. Dort betreut er als Glaziologe Projekte in der Klimaforschung. «Die besten Forscher sind in der Regel irgendwie Kinder geblieben», sagte er. «Denn jedes Kind ist ein Forscher. Kinder wollen wissen, wie die Welt funktioniert.» Doch er stelle sich immer wieder die Frage, weshalb diese kindliche Neugier eigentlich bei den meisten Leuten irgendwann abhandenkäme.

Die dritte Podiumsteilnehmerin war Ruth Wipfli Steinegger. Als Mittelschulrätin und Präsidentin der Maturakommission ist sie auch heute, rund vierzig Jahre nach ihrer Matura, noch immer eng mit der Urner Mittelschule verbunden.

Einen breiten Rucksack an Wissen erworben

Die Flüelerin arbeitet heute als Rechtsanwältin in Altdorf und sitzt als langjährige Funktionärin von Swiss Tennis auch noch im Exekutivrat von Swiss Olympic. Auch ihre Biografie verlief nicht immer ganz geradlinig. Wipfli Steinegger verschlug es nach der Matura erst an eine Hotelfachschule.

Die drei Podiumsteilnehmer bemerkten aber auch, wie sich die Zeit verändert hat. «Wir Mädchen lernten damals in der Schule noch, was man anzieht, wenn man einen Mann in die Oper begleitet», erzählte Wipfli Steinegger. «Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen.» Die Podiumsteilnehmer, die auch bildungspolitische Überlegungen ansprachen, waren sich einig, dass sie im Kollegi einen breiten Rucksack an Wissen erworben hatten, die Persönlichkeitsbildung aber nicht mit der Matura abgeschlossen war.

Elias Bricker

elias.bricker@urnerzeitung.ch

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