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ALTDORF: Eine ungewöhnliche Kombination statt Green Power

Auf dem Areal des ehemaligen Biokraftwerks gibt es nun Tierpraxen, Büros, eine Freikirche und eine Radsporthalle mit Restaurant. Am Samstag konnten die sehr unterschiedlich genutzten Räume betrachtet werden.
Paul Gwerder
Viele Besucher sahen sich am Tag der offenen Tür die neue Radsporthalle in Altdorf an. (Bild: Paul Gwerder (19. August 2017))

Viele Besucher sahen sich am Tag der offenen Tür die neue Radsporthalle in Altdorf an. (Bild: Paul Gwerder (19. August 2017))

Am Samstag herrschte an der Giessenstrasse reger Betrieb. Am Tag der offenen Tür konnte ein Blick hinter die Kulissen des neuen zweistöckigen Gebäudes geworfen werden. Wo einst das Biokraftwerk der Green Power Uri stand, befinden sich jetzt in den grosszügigen Räumlichkeiten im Erdgeschoss eine Gross- und Nutztierpraxis sowie die Kleintierpraxis Stadler. Nach einer mehr als dreijährigen Vorbereitungszeit fand im Juni 2016 der Spatenstich statt.

Bauherr Thomas Stadler sprach von einem freudigen Tag, denn eine solche Grosstierpraxis sei zentral, wenn auch in Zukunft die medizinische Grundversorgung der Nutztiere im Kanton Uri gewährleistet werden soll. «Jetzt wird es möglich sein, dass Kühe, Pferde oder andere Nutztiere hier operiert werden können», sagte Stadler. Die Tierklinik schafft zudem neue Arbeitsplätze für Tierärzte, Praktikanten und Praxispersonal.

Im ersten Stock im nörd­lichen Teil befinden sich neu die Büros der Abwasser Uri AG, und im obersten Stockwerk hat sich die Freie Christliche Gemeinde «Chilä hoch 3» eingemietet. «Hier halten wir in Zukunft unsere Gottesdienste, Kurse oder Seminare ab», erklärte Walter Schuler. Für die Kinder wurden zwei Spielzimmer eingerichtet.

Radballer haben nun eine erstklassige Halle

«Ich habe zehn Jahre lang von einer Radsporthalle geträumt», sagte Stefan Marty vom Verein Radsport Uri. «Nun ist sie Wirklichkeit geworden.» Mit dem Resultat ist er zufrieden: «Die Halle ist genau so herausgekommen, wie ich sie mir vorgestellt habe.» Die Mitglieder von Radsport Uri leisteten über 5200 Stunden Frondienst – ansonsten wäre der Bau nicht finanzierbar gewesen. Investiert wurden insgesamt 800000 Franken. Der erste und der zweite Stock im südlichen Teil des Gebäudes gehören nun dem Verein. Im ersten befindet sich die Radsporthalle mit zwei Trainingsfeldern, die bei einem Radballturnier in ein Hauptfeld umfunktioniert werden können.

«Rund 200 Zuschauer finden hier einen Sitzplatz. Und falls nötig gibt es noch etwa 100 Stehplätze», erklärte Marty, der für den Bau verantwortlich war. Neben dem Spielfeld gibt es zwei Toiletten und einen Veloraum mit einer Werkstatt sowie ein Restaurant mit 50 Sitzgelegenheiten und einer kleinen Küche. Im oberen Stockwerk sind ein grosser Fitnessraum und die Garderoben mit den Duschen untergebracht.

Weltcupturnier zum Start

In der Halle finden die Radballer nun optimale Trainingsmöglichkeiten vor und sind unabhängiger geworden. Schon am kommenden Samstag findet in der neuen Halle ein erstes Weltcupturnier mit den besten Mannschaften der Welt statt. «Uns Spielern kommt der harte Holzboden aus Eiche entgegen, denn dadurch wird der Ball schneller als auf einem weichen Turnhallenboden», erklärte der Weltklassespieler Roman Schneider. Am Samstag nutzten vorwiegend Buben die Möglichkeit, mit einem Radballvelo zu fahren. Einer davon war der Zweitklässler Luis Looser: «Ich möchte einmal ebenso gut sein wie mein Götti Dominik Planzer oder mein Vater.» Das Fahren sehe auf den ersten Blick schwieriger aus, als es sei, so der kecke Knirps.

Für Radsport Uri sei dies ein einmaliger Tag, so Vereinspräsident Markus Leu: «Ich bin stolz. Dies ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte, die mit sportlichen Erfolgen gespickt ist.» Einen Wunsch hegt Leu aber noch: «Es wäre toll, wenn es uns gelingen würde, ein Angebot für Nachwuchs-Kunstradfahrer auf die Beine zu stellen.»

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

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