Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ALTDORF: «Eine Walliserin, die versucht zu zürchern»

SRF-Moderatorin Sabine Dahinden wagte sich in Ruedi Bomatters «Höhle des Löwen» und stand dem Talkmaster Red und Antwort. Im vierten «Greedi üüsä» gab es dabei auch viel zu lachen.
SRF-Moderatorin Sabine Dahinden zu Gast bei «Greedi üüsä» mit Ruedi Bomatter. (Bild: Remo Infanger (Altdorf, 21. April 2017))

SRF-Moderatorin Sabine Dahinden zu Gast bei «Greedi üüsä» mit Ruedi Bomatter. (Bild: Remo Infanger (Altdorf, 21. April 2017))

Beinahe wie mit einem Rezept lässt sich das Konzept vom Urner Gesellschaftsabend erklären: Man nehme einen namhaften Gast mit starkem Bezug zum Kanton Uri und konfrontiere ihn mit dem Moderator Ruedi Bomatter. Diese beiden setzt man auf einer Tribüne vor das Publikum, und eine originelle Musikformation in einem alten Zugabteil sorgt für die nötige Würze. Um das Ganze noch abzuschmecken, darf das Publikum dem Gast via SMS selber Fragen stellen. Et voilà: Ein kurzweiliges Abendprogramm namens «Greedi üüsä» sorgt für viele Lacher.

Bereits zum vierten Mal fand am vergangenen Freitag der Urner Gesellschaftsabend im Foyer des Theaters Uri in Altdorf statt. Zu Gast war die TV-Moderatorin Sabine Dahinden, die um keine Antwort verlegen war. Die Talkshow «Greedi üüsä» verspricht mit ihrem Namen nämlich nicht zu viel. So scheute sich Ruedi Bomatter nicht, der gebürtigen Altdorferin kecke Fragen zu stellen, und er wollte von Dahinden wissen, ob sie ihren Erfolg dem Urner Dialekt verdanke. «Ich finde es wichtig, dass man seine Wurzeln kennt und den Dialekt spricht, von wo man herkommt», antwortete die 48-Jährige. «Mir wurde aber schon unterstellt, ich sei eine Walliserin, die vergeblich versuche, Züri-Deutsch zu sprechen.»

Musikalisch untermalt wurde der Abend vom Altdorfer Theo Ziegler alias Monsieur Soussol an der Ukulele und dem Schwyzer Pascal Kälin alias D’Artagnan an der Philicorda. So spielten sie passend zu Dahindens «Tellerwäscherkarriere» «It’s a long way to the top» von AC/DC.

Erste Erfahrungen, vor Publikum zu sprechen, hat Dahinden beim Ankündigen der Feldmusik und im Kollegi-Theater gesammelt. «Ich hatte zwar keine grosse Sprechrolle, durfte aber immerhin an einer Stelle mal ganz laut schreien», witzelte sie.

Ein «Stiärägrind» mit Charme

Mit Fernsehauftritten bei «Schweiz aktuell» oder «Dahinden am Gotthard» prägt sie dieser Tage mit ihrem Charme und dem Dialekt stark das Bild von Uri. Bomatter wollte wissen, wie sie mit Urner Klischees in der Restschweiz umgehe. «Ein «Stiärägrind» kann ich ja manchmal schon sein», fand Dahinden. «Ich bin aber froh, habe ich die Urner Bodenständigkeit beibehalten.» Trotzdem finde sie, dass die Urner manchmal einfach ein wenig zu bescheiden seien.

Zusammen mit ihrem Mann, dem Herzchirurgen Thierry Carrel, lebt Dahinden heute in Bern. «Am meisten vermisse ich die Altdorfer Fasnacht», erklärte sie. Besonders das Austrummeln habe einfach etwas Magisches. «Da sollte ich echt wieder mal mitmachen.»

Zu reden gab auch die Farbwahl von Dahindens Kleid. So wollten einige Zuschauer wissen, ob sie ihre Bekleidung extra der Wandfarbe angepasst habe. Die TV-Moderatorin meinte lachend, dass solche Bühnen normalerweise im tristen Grauton seien. «Ich entschied mich darum am Morgen für etwas Fröhliches», so Dahinden. «Jetzt hoffe ich nur, dass ich nicht all zu sehr mit dem Hintergrund verschmelze.»

Remo Infanger

redaktion@urnerzeitung.ch

Hinweis

Am 8. September findet im Foyer des Theaters Uri die nächste Ausgabe von «Greedi üüsä» statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.