Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ALTDORF: Elektrizitätswerk Altdorf baut Jahresgewinn aus

Die Kraftwerkprojekte in Bristen und Gurtnellen prägten das Geschäftsjahr des EWA, das 4,3 Millionen im Plus schliesst. Das Know-how der Urner wird immer mehr auch von anderen Regionen beansprucht.
Florian Arnold
Das Kraftwerk Bristen leistet seit Mai seinen Beitrag an den Erfolg des EWA. (Bild: PD)

Das Kraftwerk Bristen leistet seit Mai seinen Beitrag an den Erfolg des EWA. (Bild: PD)

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch

Zwei neue Wasserkraftwerke, mehr Stromabsatz und ein höherer Jahresgewinn: Die Elektrizitätswerk Altdorf AG kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. An der gestrigen Bilanz-Medienkonferenz konnte ein Umsatz von 82,8 Millionen Franken präsentiert werden, die gesamte EWA-Gruppe setzte gar 94,4 Millionen um. Der Jahresgewinn konnte um eine halbe Million auf 4,3 Millionen Franken ausgebaut werden. 466 Millionen Kilowattstunden Strom wurden abgesetzt. Das sind 53 Mio. kWh mehr als im Vorjahr.

Erstmals seit längerem haben sich 2017 die Grosshandelsmarktpreise für Strom leicht erholt und weisen aktuell eine steigende Tendenz auf. «Wir brechen nicht gerade in Euphorie aus», sagte Werner Jauch, Vorsitzender der EWA-Geschäftsleitung. Ob die Preise nachhaltig auf diesem höheren Niveau verbleiben, müsse sich erst noch weisen.

Gegen den Trend – aber erfolgreich

Vor allem aber zahlen sich für das EWA die Investitionen aus: «Wir haben gegen den Trend neue Wasserkraftwerke gebaut», so der Vorsitzende. Im Mai wurde das Kraftwerk Bristen eröffnet, im August ging das Kraftwerk Gurtnellen nach Erneuerung und Ausbau in den Probebetrieb. «Unsere neuen Wasserkraftwerke haben für zusätzliche Wertschöpfung im Kanton Uri gesorgt, für Steuereinnahmen, Wasserzinsen und Arbeit beim Bau und Unterhalt», führte Jauch aus.

Der EWA-Vorsitzende geht fest davon aus, dass die Wasserkraft in der Schweiz eine wichtige Stütze bleiben wird, gerade vor dem Hintergrund der Energiestrategie 2050 und dem beschlossenen Atomausstieg. In Planung und Bau von Kraftwerken hat sich das Urner Unternehmen mittlerweile ein grosses Know-how geschaffen, längst nicht mehr nur für interne Projekte. «Wir haben viele Drittkunden», so Jauch. Und der Erneuerungsbedarf vom Schweizer Wasserkraftwerkspark sei gross. Das EWA mischt auch national mit.

«Gemeinsam mit den Partnern Elektrizitätswerk Ursern und Elektro Gotthard AG waren und sind wir Dienstleister beim Ausbau der Tourismusregion Andermatt», blickte Jauch auch auf die anderen Geschäftszweige. Arbeiten übernahm das EWA bei den Bahnanlagen sowie beim Senioren- und Gesundheitszentrum in Andermatt. «Dank der neuen ‹grossen Steckdose› für das Urserntal mit der Unterstation Bühl hält die Stromversorgung mit der wirtschaftlichen Entwicklung Urserns mit», so Jauch. Gemeinsam mit den Urner Gemeinden wurden zudem neue Konzessionsverträge für die Nutzung des öffentlichen Grund und Bodens im Bereich Netz erarbeiten. Und auf dem Dach des Gräwimatt-Schulhauses wurde im vergangenen Geschäftsjahr die erste Gemeinschafts-Fotovoltaikanlage in Betrieb genommen.

Die Stromzähler werden ersetzt

Für die Zukunft setzt das Urner Unternehmen auch auf Innovationen. Auf der Liegenschaft des EWA-Hauptsitzes in Altdorf werden moderne Techniken miteinander verbunden und getestet. «Das Ziel ist es, dass wir alle Dienstleistungen aus einer Hand anbieten können», erklärt der CEO. Ein grosses Projekt stellt die Umstellung der Stromzähler dar. In Uri sollen rund 25000 Zähler mit so genannten Smart-Meters ersetzt werden. Diese werden Daten viertelstündlich übermitteln und ein Ablesen überflüssig machen.

Dienstleistungen möchte das EWA beim bevorstehenden Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri erbringen. «Wir möchten natürlich mit dabei sein, da wir umfassende Energiedienstleistungen anbieten können», so Jauch. Angestrebt wird laut dem EWA-Vorsitzenden eine Zusammenarbeit mit anderen Urner Unternehmen. Aber die Dimensionen seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.