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ALTDORF: Endo Anaconda am Tonart-Festival: Der Sänger steckt noch voller Tatendrang

Für Endo Anaconda ist ein Ende seiner Band-Karriere in Sicht. Am Tonart-Festival in Altdorf war davon aber noch nichts zu spüren: Seite an Seite mit einer neu zusammengesetzten Gruppe plant er für kommendes Jahr noch einen Tonträger.
Markus Zwyssig
Endo Anaconda bei seinem Auftritt am Tonart-Festival. (Bild: Valentin Luthiger (Altdorf, 9. März 2018))

Endo Anaconda bei seinem Auftritt am Tonart-Festival. (Bild: Valentin Luthiger (Altdorf, 9. März 2018))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Normalerweise steht Endo Anaconda mit seiner Mundartband Stiller Has auf der Bühne. Beim Tonart-Festival in Altdorf trat er für einmal mit Take This, der Hausband der zweitägigen Musikveranstaltung im Theater Uri auf. Doch dies schien ihm am Freitagabend kurz vor Mitternacht Spass zu machen. Auch wenn es nur für einige Songs war.

Unterwegs ist Andreas Flückiger, wie Endo Anaconda eigentlich heisst, seit geraumer Zeit mit einer neuen «Hasen-Formation». «Es ist die beste Band, die ich je hatte», sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. «Mit meiner früheren Band bin ich zwar viel aufgetreten, aber alles drohte nur noch Routine zu werden.» Geprobt habe man ganz selten. «Das machte mich langsam depressiv», blickt Anaconda mit gemischten Gefühlen zurück. «Es war höchste Zeit, endlich etwas anderes anzupacken. Darum habe ich mich für die CD ‹Endosaurusrex› mit neuen Musikern zusammen getan.» Anaconda nimmt sich die Freiheit, auch im Duo aufzutreten. Er gibt Konzerte zusammen mit Pianist Roman Wyss. «Da kommen meine Texte so richtig zur Geltung. Das Publikum versteht jedes Wort», sagt der Sänger überzeugt. Überhaupt scheint er voller Tatendrang. «Ich habe viele Ideen, die ich umsetzen möchte.» Das macht er mit ganz unterschiedlichen Musikern. Auch mit Take This spiele er gerne. «Die kennen meine Songs.» Er habe mit ihnen fast ein halbes Dutzend Auftritte bestritten.

Ob Stadt oder Land – Anaconda spielt überall gerne, wenn das Publikum mitmacht. «An den Konzerten haben wir immer noch die gleichen Erfolge wie vor vielen Jahren», sagt der Sänger. In der Stadt spiele man nach wie vor an grossen Orten. «Auf dem Land hingegen treten wir auch mal nur vor 200 Leuten auf.»

Bei Stiller Has ist bald ein Ende absehbar

Mit seiner aktuellen «Hasen-Formation» gibt Anaconda noch rund 20 Konzerte. «Wir machen im nächsten Jahr noch eine letzte CD, dann ist Schluss», gibt sich der 62-Jährige bestimmt. «Im Pensionsalter will ich als Solokünstler auftreten und nur noch das machen, was mir gefällt.» Wenn man von der Musik leben wolle, müsse man Konzerte geben. «So kann man noch knapp Geld verdienen.» Das Stiller-Has-Album «Endosaurusrex» erreicht bald Goldstatus. Doch diese Auszeichnung ist auch nicht mehr, was sie einmal war. «Gold gibt es inzwischen für 10'000 verkaufte CD, früher brauchte man 25'000», erklärt Anaconda. «Das zeigt, wie massiv die CD-Verkäufe eingebrochen sind.»

Soul-Queen und Singer-Songwriter als Headliner

Das Tonart-Festival in Altdorf war an beiden Konzertabenden ausverkauft. Der musikalische Leiter Philipp Truniger freut sich entsprechend, dass auch die 13. Auflage ein Publikumserfolg war. Als Headliner im grossen Saal im Theater Uri wurden am Freitag der englische Singer-Songwriter Fink und am Samstag die Queen of German Soul, Joy Denalane, engagiert.

Acoustic Dub mit R&B-Elementen versprach Benjamin Yellowitz aus Birmingham. Am Freitag mühte er sich auf der Lounge-Bühne aber vor allem damit ab, neue Gitarrensaiten aufzuziehen. Die Festival-Band Take This aus Bern spielte mit dem deutschen Sänger Roger Rekless, dem Solothurner Rapper Manillio, Ritschi von Plüsch – und eben Endo Anaconda, der am Freitag gar nicht so still war.

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