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ALTDORF: Er fühlt stets den Puls des Kantonsspitals

Roman Denier ist seit 21 Jahren Betriebselektriker beim Technischen Dienst im Kantonsspital Uri. Unsere Zeitung hat ihn bei seiner Arbeit besucht und mit ihm über seinen spannenden und vielseitigen Beruf gesprochen.
Philipp Zurfluh
«Das Reguläre am Tagesablauf ist, dass er eben nicht regulär ist», sagt der 44-jährige Roman Denier. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 11. September 2017))

«Das Reguläre am Tagesablauf ist, dass er eben nicht regulär ist», sagt der 44-jährige Roman Denier. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 11. September 2017))

Philipp Zurfluh

philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

Kabel und Elektronik wohin das Auge reicht: Der Schwachstromraum des Kantonsspitals Uri ist das Herzstück der Telekommunikationsverarbeitung. In diesem Raum werden interne ein- und abgehende Telefongespräche zusammengeführt sowie Alarme abgearbeitet. Wer dort den Überblick hat, ist Roman Denier. Der 44-jährige Familienvater kennt jedes Detail.

Denier hat eine Ausbildung als Elektromonteur bei den Elektrizitätswerken Altdorf absolviert. Der Betriebselektriker arbeitet nun schon 21 Jahre im Kantonsspital Uri beim Technischen Dienst. «Die Chefs sind meine Kunden, also die Patienten und rund 600 Angestellte des Spitals», meint er augenzwinkernd. Er ist froh darüber, dass er in seinem Arbeitsalltag grosse Freiheiten hat. «Wir geniessen viel Entscheidungsspielraum, tragen aber auch die Verantwortung dafür.» Das ist mit ein Grund, warum Denier seit 1996 denselben Arbeitgeber hat. Als «Traumberuf» würde er seine Arbeit nicht bezeichnen, aber als einen, der ihm sehr gefalle. Sonst hätte er wohl die Stelle während der zwei Jahrzehnte gewechselt. Sein Wunschberuf wäre Psychologe. «Vor einigen Jahren hat mich ein Interview eines Kriminalpsychologen derart beeindruckt, dass ich gleich zwei Bücher von ihm gekauft habe. Die Thematik hat mich fasziniert und tut es immer noch.»

Der Tag beginnt für Denier morgens um 7 Uhr. Beim täglichen Rapport werden Arbeiten verteilt und offene Pendenzen besprochen. Das Team besteht aus acht Voll- und Teilzeitstellen sowie mindestens einem Lehrling und einem Zivildienstleistenden.

Kurzer Arbeitsweg ist ein Privileg

Der Arbeitstag beinhaltet für den Bürgler einiges an Abwechslung: «Das Reguläre am Tagesablauf ist, dass er eben nicht regulär ist.» Der Technische Dienst stellt während sieben Tagen, 24 Stunden den Betrieb mit Pikettdienst sicher. Bei der Arbeit ist Denier die meiste Zeit auf Achse. Wer glaubt, dass es im Spital nur in der Notfallabteilung oder im Rettungswesen hektisch zu- und hergeht, der täuscht sich. «Auch ich bin manchmal auf Nadeln.» Beispielsweise als in einem Patientenzimmer ein kleiner Brand ausgebrochen war, kam auch der überlegte und besonnen wirkende Betriebselektriker mächtig ins Schwitzen. «Hektik muss nicht immer Herzinfarkt oder Blut bedeuten.» Seine jahrelange Erfahrung hilft ihm, in solchen Situationen die Ruhe zu bewahren. «Könnte ich nicht mit solchen Situationen umgehen, wäre ich hier im Spital fehl am Platz.» Den Mittag verbringt er jeweils zu Hause mit der Familie. Gerade mal fünf Minuten trennen seinen Wohn- und seinen Arbeitsort. «Ein Privileg», wie es Denier nennt. Verläuft der Tag reibungslos ab, ist um 17 Uhr Feierabend. In seiner Freizeit betätigt er sich gerne mit Modellfliegen. «Es ist ein faszinierendes Hobby.»

Nicht alle Arbeiten erledige er mit der gleichen Begeisterung. Aber: «Ich finde es gehört auch dazu, dass manches weniger zusagt. Dafür erfreue ich mich an anderen Arbeiten umso mehr, zum Beispiel der Mitarbeit an anspruchsvollen Projekten.» Auch mit Patienten oder Ärzten kommt Denier ab und zu in Kontakt. Sei es bei einer Reparatur von einem Telefon in einem Patientenzimmer oder der Instandsetzung einer defekten Schiebetür.

Über seine berufliche Zukunft macht er sich auch manchmal Gedanken. Doch er fühlt sich im Kantonsspital Uri bestens aufgehoben. «Das Team und Umfeld stimmt. Ich habe Spass an meiner Arbeit, das ist für mich entscheidend.»

Hinweis:Am 24. September stimmt die Urner Bevölkerung über den Kredit für den Um- und Neubau des Kantonsspitals ab. Unsere Zeitung blickt hinter die Kulissen des grossen Urner Arbeitgebers und porträtiert in loser Folge einige Berufsleute.

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