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ALTDORF: Er jagt nach «hiäsigä» Hits

Reto Jäger macht selber Musik. Beim Alpentöne-Festival verhilft er diesmal aber anderen einheimischen Musikern und Sängern zu einem guten Auftritt.
Markus Zwyssig
Reto Jäger ist gespannt, wie die einheimischen Töne auf dem Lehnplatz klingen. (Bild: Anian Heierli / Neue UZ)

Reto Jäger ist gespannt, wie die einheimischen Töne auf dem Lehnplatz klingen. (Bild: Anian Heierli / Neue UZ)

Sein Name ist Jäger und der ist Programm: Denn der 39-Jährige ist auf der Jagd nach Künstlern, die beim Musikfestival Alpentöne auftreten können. Reto Jäger hat es dabei auf die Einheimischen abgesehen. Denn neben den vielen internationalen Künstlern werden auch «Hiäsigi» unter Beweis stellen, wie vielfältig Musik aus dem Alpenraum klingt. Kommende Woche ist es so weit: Altdorf wird vom 16. bis 18. August wieder zur Festivaldestination. Die Einheimischen erhalten auf dem Altdorfer Unterlehn ihre eigene Plattform: am Samstag von 9.30 bis 17.30 Uhr sowie am Sonntag von 10 bis 15.30 Uhr.

Reto Jäger tritt die Nachfolge des Schattdorfer Musiklehrers Renaldo Battaglia an. «Ich bin verantwortlich für die Koordination und dafür, dass alles reibungslos abläuft», umschreibt Jäger seine Arbeit. Mit seiner Hilfe können die einheimischen Künstler unter professionellen Bedingungen auftreten.

Volksmusik, Rock und Weltmusik

Die stilistische Vielfalt ist auch in diesem Jahr gross. So spielen die Ländlerkapelle Uri Schwyz und Unterwalden, das Handorgelduo Gisler-Arnold oder die Kapelle Fuchs-Bissig traditionelle Volksmusik. Dank der Musikgesellschaft Schattdorf ist auch Brass-Sound prominent vertreten.

Wiederum mit dabei ist die Musikschule Uri. Sie tritt aber nicht auf dem Lehnplatz wie die anderen Gruppen auf, sondern im Theater Uri. Spirituell und soulig wird es mit dem Gospelchor Uri. Tell’s Valley, Altrocker 55-66 spielen Rock, Blues und Hardrock. Die Band Esperanto setzt auf Coversionen aus dem Pop-Bereich. Durch die akustische Instrumentierung werden diese aber eigenwillig interpretiert. I Vagabondi bringen süditalienische Leidenschaft und Tradition in die Urner Bergwelt. Rico et ses amis klingen nach sündigem Paris, nach wildem Osten und melancholischem Mississippi. Am Samstag zwischen 12 und 13.45 Uhr gibt es zudem junge Töne zu hören. Mit dabei sind diesmal Schueflade aus St. Gallen, Zunderobsi aus dem Kanton Uri sowie Zuckdraht aus Nidwalden. Verantwortlich dafür ist Barbara Kamm vom Haus der Volksmusik.

Viel Publikum aufs Lehn locken

«Bei uns gibt es bewusst keine stilistischen Vorgaben», sagt Jäger. Durch ein breites Programm will man möglichst viele unterschiedliche Menschen aufs Unterlehn locken. «Das Unterlehn soll während dem Festival Alpentöne zu einem Treffpunkt werden.» Durch die Vielfalt werde ein Besuch für eine breite Bevölkerungsschicht sehr attraktiv. «Es gibt einerseits die Möglichkeit, Gruppen zu hören, die man kennt. Andererseits kann man aber auch neue Formationen kennen lernen.» Einige der einheimischen Formationen sind am Klangspaziergang am Sonntagnachmittag im Reussdelta dabei. «Das ist ein wichtiger Teil des Festivals», gibt sich Jäger überzeugt. «Viele Menschen kommen dadurch zusätzlich in Kontakt mit dem Musikfestival Alpentöne.»

Als Musiker und Helfer im Einsatz

Reto Jäger weiss, was auf die Musiker und Sänger zukommt, wenn sie bei den Einheimischen-Tönen mitmachen. Vor zwei Jahren stand er selber auf der Bühne. Bei der Urner Band Nikovi spielt er Schlagzeug. Davor hatte Jäger jahrelang beim Festival als Bühnenhelfer gearbeitet. «Ich habe die verschiedensten Dinge gemacht», blickt er zurück. Die Bühne werde auch bei den einheimischen Formationen von Profis betreut. Es gäbe aber viel zu tun auch für die freiwilligen Helfer. So habe er schon Verstärker und Boxen herumgeschleppt. Dabei kam er auch in Kontakt mit internationalen Künstlern. So habe er auch schon Künstler im Hotel abgeholt oder sie nach dem Konzert zum Flughafen gefahren.

Interessant sei zu sehen, wie die Künstler mit Lampenfieber umgehen. «Jeder tut dies auf eine andere Weise», sagt Jäger. «Die einen sind sehr konzentriert, die anderen nehmen es ganz gelassen.» Auch der Umgang der Musiker miteinander sei ganz unterschiedlich. «Der Blick hinter die Kulissen war immer spannend», so Jäger. Das sei etwas, was man sonst als Musikhörer nicht mitbekomme. Man sehe ja nur, was auf der Bühne abgehe. Jäger ist beeindruckt von der Leistung der technischen Mitarbeiter beim Festival Alpentöne. «Sie sind sehr lange im Einsatz, arbeiten aber stets effizient und zeigen trotzdem kaum Ermüdungserscheinungen», lobt er.

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