Altdorf/Erstfeld
Dätwyler Stiftung unterstützt Pfadiheim Uri erneut mit 50'000 Franken

Der Verein Pfadiheim Uri erhält einen Anerkennungsbeitrag für die geleistete Freiwilligenarbeit. Die Stiftung hatte bereits vor Baubeginn mit 60'000 Franken eine wichtige Unterstützung als Starthilfe gesprochen.

Markus Zwyssig
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Am 27. März wurde das Pfadiheim Uri im kleinen Rahmen offiziell eröffnet.

Am 27. März wurde das Pfadiheim Uri im kleinen Rahmen offiziell eröffnet.

Bild: Urs Hanhart (Erstfeld, 27. März 2021)

Die Dätwyler Stiftung unterstützt den Verein Pfadiheim Uri mit einem Anerkennungsbeitrag von 50'000 Franken. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung hervor. «Der Beitrag soll ein Zeichen sein für die Wertschätzung der geleisteten grossen Freiwilligenarbeit», sagt Susanne Döhnert, Geschäftsführerin der Dätwyler Stiftung, auf Anfrage. Mit der finanziellen Unterstützung soll die immense Leistung der Pfadfinderinnen und Pfadfinder gewürdigt werden.

Susanne Döhnert, Geschäftsführerin der Dätwyler Stiftung.

Susanne Döhnert, Geschäftsführerin der Dätwyler Stiftung.

Bild: Valentin Luthiger

Im Bärenboden in Erstfeld konnte für das Pfadiheim Uri ein idealer Standort gefunden werden. Bis zur Eröffnung mussten aber sehr viele Hürden gemeistert werden. Mit dem Neubau des Pfadiheim Uri wurden über 2000 Stunden Freiwilligenarbeit von zum Teil hochqualifizierten Personen geleistet: Bauleiterin, Handwerker, fleissige Helferinnen und Helfer. «Alle haben Unglaubliches geleistet, damit am 27. März 2021 das sehr zweckmässige Pfadiheim Uri offiziell im kleinen Rahmen eröffnet werden konnte», gibt sich Susanne Döhnert überzeugt.

Blick in den Saal des Pfadiheims Uri.

Blick in den Saal des Pfadiheims Uri.

Bild: Urs Hanhart (Erstfeld, 27. März 2021)

Für die Urner Pfader geht mit dem Pfadiheim Uri ein jahrzehntelanger Traum in Erfüllung. Das Ausbildungs- und Lagerhaus im Erstfelder Bärenboden bietet Übernachtungsmöglichkeiten für rund 50 Personen. Ideen, in Uri ein Pfadiheim zu bauen, tauchten in der Vergangenheit immer wieder auf. An Pfingsten 2016 wurde es mit der Gründung des Vereins Neubau Pfadiheim Uri konkreter. Im Dezember 2019 griffen die Pfader erstmals zur Schaufel. Kurz nach Ostern 2020 konnten Urner Bauunternehmen den Rohbau fertigstellen. Mit Hilfe zahlreicher aktiver und ehemaliger Pfader konnte der grösste Teil des Innenausbaus in Eigenarbeit ausgeführt werden.

60'000 Franken als Starthilfe geleistet

«Die Dätwyler Stiftung war von der ersten Stunde an eine Partnerin dieser Idee und hatte bereits vor Baubeginn mit 60'000 Franken eine wichtige Unterstützung als Starthilfe gesprochen», würdigt Susanne Döhnert das Projekt. Der Bau des Pfadiheims zeige eindrücklich auf, dass Freiwilligenarbeit den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärke und ohne diese viele Angebote nicht geschaffen werden können. Das hat die Dätwyler Stiftung dazu bewogen, erstmalig einen Anerkennungsbeitrag für Freiwilligenarbeit zu sprechen. Dieser soll einerseits auf den hohen gesellschaftlichen Wert der Freiwilligenarbeit aufmerksam machen und andererseits die hohe Wertschätzung für diese Arbeit zum Ausdruck bringen.

Die Küche im neuen Pfadiheim Uri.

Die Küche im neuen Pfadiheim Uri.

Bild: Urs Hanhart (27. März 2021)

Vereinspräsident schätzt die grosszügige Unterstützung enorm

Christian Imfeld ist überrascht und dankbar über den Anerkennungsbeitrag.

Christian Imfeld ist überrascht und dankbar über den Anerkennungsbeitrag.

Bild: Urs Hanhart

Christian Imfeld, Vereinspräsident Pfadiheim Uri, zeigt sich auf Anfrage positiv überrascht und dankbar über den Anerkennungsbeitrag der Dätwyler Stiftung in der Höhe von 50'000 Franken. Die grosszügige Unterstützung schätze er enorm. «Ohne Freiwilligenarbeit wäre das Pfadiheim nicht realisierbar gewesen», gibt er sich überzeugt. Das Projekt Neubau Pfadiheim Uri werde von zahlreichen Schultern getragen. «Im ehrenamtlichen Vorstand, im Bauteam, im Finanzteam, im Sponsoringteam und im Helferpool haben sich über 60 Fachpersonen mit viel Herzblut für das Projekt engagiert. Ihnen allen gebührt mein Dank.» Es erfülle ihn als Vereinspräsident mit Stolz, dass in der Pfadi alles machbar sei und man für alles eine Expertin respektive einen Experten finde.

Das Pfadiheim Uri kostet rund 1,3 Millionen Franken. «Finanziell sind wir auf sehr gutem Weg», sagt Christian Imfeld. «Nun müssen wir die finanzielle Tragbarkeit des Heims sicherstellen und hoffen entsprechend auf zahlreiche Gäste. Das Pfadiheim ist jedenfalls bereit.»

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