Altdorf / Erstfeld / Schattdorf
Nach Lockerungsschritten: Nun dürfen die Amateurfussballer wieder ran

In den Amateurligen wird die Vorrunde nun doch noch zu Ende gespielt. Für Altdorf, Erstfeld und Schattdorf stehen wichtige Partien an.

Urs Hanhart
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Die Durststrecke schien schier unendlich. Fast acht Monate mussten sich die Amateurfussballer wegen der Coronapandemie gedulden. Nach den jüngsten Lockerungsentscheiden des Bundesrats von Ende Mai steht nun aber fest, dass das lange Warten zu Ende ist. Der Schweizer Fussballverband hat entschieden, dass in den Amateurligen zumindest noch die Vorrunde vor der Sommerpause fertiggespielt wird. Zudem gibt es auch noch einige Cup-Matches. Aus zeitlichen Gründen können die Rückrundenpartien aber nicht mehr ausgetragen werden. Sie werden durchs Band mit einem 0:0 gewertet und haben somit faktisch keinen Einfluss auf die Tabelle. Da die Hinrunde jetzt also voraussichtlich beendet werden kann, gibt es wie in einer normalen Saison Auf- und Absteiger.

Die Urner Fussballklubs steigen mit völlig unterschiedlichen Ausgangslagen in den kurzen Saison-Endspurt. Recht ungemütlich ist die Situation für den FC Altdorf. Die Elf von Trainer Dominic Herger liegt vor dem Restart in der 2. Liga regional an zwölfter Stelle und befindet sich damit unmittelbar über dem Abstiegsstrich. Zwei Punkte dahinter lauert der SC Obergeissenstein und hofft auf einen Ausrutscher.

Der FC Altdorf bei einem Spiel gegen SC Emmen.

Der FC Altdorf bei einem Spiel gegen SC Emmen.

Bild: PD

Die «Hauptörtler» haben noch drei Spiele zu bestreiten. Los geht es am 12. Juni mit der Heimpartie gegen den Tabellenneunten, den FC Stans. Am 19. Juni folgt dann auswärts das Duell gegen den Ranglistenvierten, Hergiswil. Zum Abschluss muss Altdorf am 26. Juni noch gegen den Tabellenelften, Gunzwil, antreten, wobei die Urner bei diesem möglicherweise entscheidenden Match im Kampf gegen die Relegation vom Heimrecht profitieren werden. Und das könnte wirklich ein Vorteil sein, zumal wieder maximal 300 Zuschauer in die Stadien dürfen. Klar ist, dass die Gelb-Schwarzen einem starken Druck ausgesetzt sein werden. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und sollten sich tunlichst keine Patzer leisten.

Schattdorf mit Aufstiegschancen

Ganz anders sieht es beim Kantonsrivalen FC Schattdorf aus. Das Team von Trainer David Cos Gayon steigt auf dem dritten Platz in die Restsaison ein und kann sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg in die 2. Liga interregional machen. Der Rückstand auf den SC Emmen, der sich unmittelbar über dem Aufstiegsstrich befindet, beträgt nur gerade einen Punkt. Schattdorf hat genau gleich wie Leader Eschenbach und Emmen noch zwei Meisterschaftspartien ausstehend. Los geht es allerdings am 15. Juni mit einem IFV-Cupspiel. Der Zweitligist Schattdorf gastiert beim Drittligisten FC Buttisholz und hat gute Chancen, mit einem Sieg den Sprung in den Cup-Viertelfinal zu schaffen. Im Rahmen der Meisterschaft bekommen es die Schattdorfer zunächst, das heisst am 19. Juni, auswärts mit dem Ranglistenfünften, dem FC Littau zu tun. Genau eine Woche später kommt es dann zum Duell mit Spitzenreiter Eschenbach.

Ramon Scheiber vom FC Schattdorf (Mitte) in Aktion.

Ramon Scheiber vom FC Schattdorf (Mitte) in Aktion.

Bild: Urs Hanhart

Im Gegensatz zur 2. Liga regional ist in der 3. Liga schon fast die gesamte Vorrunde zu Ende gespielt. Es gibt somit nur noch ein kleines Restprogramm. Für den ESC Erstfeld, der an dritter Stelle knapp unter dem Aufstiegsstrich rangiert, steht nur noch das Gastspiel beim Tabellensechsten Hitzkirch (19. Juni) aus. Mit einem Sieg besteht noch die Chance, auf die zweite Position und damit auf einen Aufstiegsplatz vorzustossen. Allerdings muss die Elf aus dem Eisenbahnerdorf auf Schützenhilfe des FC Hergiswil 2 hoffen, der den momentan tabellenzweitplatzierten FC Ebikon 1 empfängt. Die Urner Fans dürfen sich also – nebst der bald beginnenden Europameisterschaft – in den nächsten Wochen auch auf regionaler Ebene auf einige fussballerische Leckerbissen freuen.

Janick Gisler (links) vom ESC Erstfeld.

Janick Gisler (links) vom ESC Erstfeld.

Bild: Urs Hanhart