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ALTDORF: Es ist Zeit für Dirndl und Lederhosen

Am Samstag kommt auf dem Winkelplatz wieder Wiesn-Stimmung auf. Zum fünften Mal findet das «Ürner Oktoberfest» unter der Federführung von Floorball Uri und «Stiär Biär» statt. Die Organisatoren wappnen sich für einen grossen Besucherandrang.
Philipp Zurfluh
Am Samstag wird wieder mit den grossen Biergläsern angestossen. (Bild: Nadia Schärli (Altdorf,)

Am Samstag wird wieder mit den grossen Biergläsern angestossen. (Bild: Nadia Schärli (Altdorf,)

Philipp Zurfluh

philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

«O’zapft ist!» heisst es wieder am Samstag, 2. September. Die Wetterprognosen aber verheissen wenig Gutes. Niederschläge und Temperaturen gegen 15 Grad soll es geben. Keine ideale Voraussetzung für das «Ürner Oktoberfest». Dominic Gisler, OK-Mitglied und Präsident des Unihockeyvereins Floorball Uri, sagt: «Je schlechteres Wetter, umso weniger Leute finden auf dem Areal Einlass. Doch wir versuchen, aus dem Platz, der uns zur Verfügung steht, das Beste herauszuholen.»

Nachdem 2016 das fünfte «Ürner Oktoberfest» auf dem Altdorfer Winkelplatz wegen Umbauarbeiten nicht stattfinden konnte, haben die Verantwortlichen dafür gesorgt, dass es dieses Jahr wieder durchgeführt werden kann. «Wir sind mit den Vorbereitungen voll auf Kurs. Heute beginnt der intensive Aufbau auf dem Festgelände.»

Der Aufwand ist ein Kraftakt: «Am Fest selber benötigen wir rund 250 Helfer.» Natürlich sei der Verein auch auf den Goodwill und Einsatz von Ehemaligen und Freunden aus dem Umfeld von Floorball Uri angewiesen. Der resultierende Gewinn fliesst vollumfänglich in die Vereinskasse. Davon profitieren vor allem die über 250 Juniorinnen und Junioren des Vereins.

Rücksicht auf die Anwohner

Die Idee des «Ürner Oktoberfestes» ist aus einem Problem heraus entstanden. Der Unihockeyverein organisierte während über 10 Jahren die «Halloweenparty» in Seedorf. Doch der Standort erwies sich zunehmend als ungünstig, Aufwand und Ertrag stimmten nicht überein. «Wir wollten uns neu erfinden, daraus ist das ‹Ürner Oktoberfest› entstanden.» Dass der Anlass gleich bei der ersten Austragung voll einschlagen würde, überraschte die Verantwortlichen. «Wir hatten damals keine Anhaltspunkte und hofften einfach auf viele Besucher.» Dass sie regelrecht überrannt würden, damit konnte man zu diesem Zeitpunkt kaum gerechnen, so Gisler. «Das Bier ging uns aus, und wir mussten uns bei den umliegenden Beizen bedienen.» Gerade die Erfahrungen aus den ersten Jahren waren sehr hilfreich. «Wir versuchen immer wieder, das Fest zu optimieren und zu perfektionieren.»

Der Hype um das Oktoberfest hielt von Jahr zu Jahr an. Der Besucherandrang wurde grösser, das Festareal erweitert. Laut dem OK-Mitglied ist es gerade der Mix der Besucher, welcher den Event ausmacht. «Uns besuchen Familien sowohl Jung wie Alt, der Volksfestcharakter steht im Zentrum.» Die Organisatoren haben seit der ersten Durchführung darauf geachtet, dass sie Urner Unternehmen und Musikformationen bei den Aufträgen bevorzugen. Mit dem Winkelplatz hat das Oktoberfest einen idealen Austragsort gefunden. So stehen mit dem Gebäude genug Rückzugsorte für Helfer, Sanität und Sicherheitsdienst zur Verfügung. «Wenn wir das Winkelgebäude nicht hätten, wäre es ein unglaublicher Mehraufwand für uns», meint Gisler. Zwar seien laufend andere Standorte geprüft worden, doch einen besseren habe es nicht gegeben.

Da es in den vergangenen Jahren bei Grossanlässen im Dorfkern immer wieder zu Beschwerden und Reklamationen von Anwohnern kam, hat das OK aus Rücksicht die Öffnungszeiten angepasst. So ist im Festzelt bereits um 24 Uhr Schluss mit der Musik, der Bierverkauf endet um 1 Uhr, das Zelt schliesst um 1.30 Uhr. Im Winkelgebäude kann aber bis um 3 Uhr gefeiert werden.

500 Masskrüge wurden entwendet

Einen Vorverkauf gibt es nicht: Wer das Gelände betritt, erhält einen Armbändel sowie einen Stempel aufs Handgelenk. Wer das Gelände verlässt, muss den Bändel wieder abgeben und somit auch das Recht auf Einlass. «Damit verfolgen wir das Ziel, dass möglichst viele Besucher die Chance erhalten, ein Teil des Oktoberfestes zu werden.» Ein frühes Erscheinen lohnt sich also. Wie schon in den vergangenen Austragungen bleiben der Eintritts- und der Bierpreis unverändert – die Mass kostet 13 Franken. Angehoben wird aber das Depot: «Vor zwei Jahren wurden rund 500 Masskrüge entwendet, deshalb haben wir uns für diese Massnahme entschieden.» Gisler sagt, dass die Besucher immer wieder mit raffinierten und originellen Tricks versuchen, die Masskrüge zu stehlen. So hätten einige versucht, die Krüge auf den Rücken zu binden und damit unbemerkt zu entkommen. «Dieses Jahr werden die Kontrollen beim Ausgang verstärkt.»

Mit grosser Freude schaut Gisler dem Volksfest entgegen und hofft, dass die Festbesucher wieder in Scharen nach Altdorf kommen. Zudem könnte in Sachen Bierausschank ein Rekord erreicht werden. «Dieses Jahr wollen wir die 6000-Liter-Marke knacken.» Na dann, Prost!

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