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ALTDORF: Fasnächtler sorgen für Farbe und Action

Kunstvoll angefertigte Masken und Kostüme, fantasiereich gestaltete Umzugswagen und vor allem sehr viel Konfetti prägten den traditionellen Altdorfer Fasnachtsumzug am «Gidelmäändig».
Bruno Arnold
Die «Jützlitypen» flössten dem Publikum nicht nur mit ihren Konfettibomben Angst und Schrecken ein. (Bild: Valentin Luthiger)

Die «Jützlitypen» flössten dem Publikum nicht nur mit ihren Konfettibomben Angst und Schrecken ein. (Bild: Valentin Luthiger)

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Petrus ist definitiv ein echter Fasnächtler. Am vergangenen Sonntag drehte er den Schalter just zum Umzugsbeginn in Erstfeld von «Schneefall» auf «trocken». Am Montag liess es der oberste Wettermacher bis rund zwei Stunden vor dem Startschuss zur Fasnachtsparade in Altdorf zum Teil grossflockig schneien. Doch um 14.15 Uhr konnten sich die Umzugsteilnehmer bei Sonnenschein auf den Weg machen – bei allerdings doch recht kalten Temperaturen.

Doch wer ein echter Fasnächtler ist, den stört das nicht. Das wohl beste Beispiel dafür: Vereinzelte Mitglieder der Amsteger Guggenmusik Bäusyräller trommelten und paukten sich in T-Shirts durch die Altdorfer Strassen und Gassen, die links und rechts auch in diesem Jahr wieder von tausenden von Zuschauern gesäumt wurden.

Für Musikfreunde und für Leute, die Action wollen

So warm wie den erwähnten «Bäusyrällern» dürfte es nicht allen Zuschauern geworden sein. Das hatte allerdings nicht allein mit Petrus zu tun, sondern auch mit dem Umzug selber. Viele der Aktiven schienen – zumindest anfänglich – nicht so richtig in Schwung zu kommen. Als Hauptbeschäftigung wählte nämlich der grösste Teil von ihnen — zumindest entlang der Dätwylerstrasse, wo sich der Schreibende unter die Zuschauer gereiht hatte – das Auswerfen von Konfetti und den Ausschank von (wärmenden) Getränken. Wer nicht unbedingt Katzenmusik- oder Guggenmusik-Fan ist und von einem Umzug nicht zuletzt Schall und Rauch, Klamauk, Spektakel und den Einbezug des Publikums erwartet, der musste sich (zwischendurch) halt einfach wieder etwas gedulden. Auf die Rechnung kam er aber alleweil. Für Action sorgten vor allem die in «Burg-Hansi»-Manier boxenden Per-Tutti-Fasnächtler, die «Jützlitypen, die als Waldgeister-Mischwesen aus der römischen Mythologie Angst einflössten, oder auch die Nächstenliebe Altdorf, die eine chinesische Invasion parodierte («In alt St. Josef, neu, ich staun’, hat Altdorf seine Chinatown»).

Aufwärmenden Applaus ernteten aber auch der Schnupfclub Uri, der wortgewaltig zu Billag-Abstimmung Stellung nahm («Stirbt ohni Billag d SRG, chämmer nur me ds Testbild gsee»), die Pfadi Altdorf, welche die Altdorfer Teppichbetrüger als Motto gewählt hatten («Mit somnä magischä Teppich chammä nid nur fliigä, sondern äi Gäld üsäliigä») und Radsport Altdorf mit der Flüeler Seerose («Will d Seerosä niämer me wett, wartet miär bis dr Roscht sie gfrässä hett»).

Ein absolutes Highlight kam aber einmal mehr aus Gurtnellen: Die KultURSmürfer-Spätzinder aus Gurtnellen präsentierten eine optisch-akustisch begeisternde Umsetzung des gewählten Mottos «Formel I».

Wagenbauer erstaunen jedes Jahr wieder

Fazit: Es erstaunt immer wieder, was die verschiedenen Gruppen jedes Jahr bieten. Da wird kein (noch so grosser) zeitlicher und wohl auch materieller Aufwand gescheut, um die Mottos publikumswirksam umzusetzen. Mit viel Liebe zum Detail gestaltete Wagen sowie kunstvoll angefertigte Masken und Kostüme machen den Altdorfer Umzug jedes Jahr zu einem Erlebnis, das kein Fasnachtsfreund verpassen will. Die Wagenbauer haben erneut ganze Arbeit geleistet und zum Teil echte Kunstwerke geschaffen. Und wer sich am Gebotenen nicht erwärmen konnte, dem bot sich ja immer noch die Möglichkeit, sich mit einem Spurt vor einer drohenden Konfettibombe in Sicherheit zu bringen. Denn davon hatte es auch gestern wieder definitiv mehr als genug.

Der Umzug in Kürze

  • Anzahl Nummern: 21
  • Anzahl Zuschauer: Tausende
  • Stimmung: unterkühlt bis mitreissend
  • Dauer: rund 90 Minuten
  • Highlights: KultURSmürfer und Per Tutti
Von links: Die Sujets reichten von «Burg-Hansis»-Boxeinlagen über No Billag und die Bieraten von Kräkien bis hin zur «Seerose», die immer noch in Flüelen vor Anker liegt.

Von links: Die Sujets reichten von «Burg-Hansis»-Boxeinlagen über No Billag und die Bieraten von Kräkien bis hin zur «Seerose», die immer noch in Flüelen vor Anker liegt.

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