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ALTDORF: Feinbäckerei Hauger übernimmt Confiserie Danioth

Ab 1. Januar 2018 gehört die Confiserie Danioth zur Feinbäckerei Hauger. Dabei bleibt vorerst alles beim Alten: Name, Personal, Café, Verkauf und Produktion bleiben. Im Sommer 2018 sollen das Café und der Laden umgebaut werden.
Für die Confiserie Danioth an der Schmiedgasse 3 in Altdorf ist eine Nachfolgeregelung gefunden worden. (Bild: Screenshot ab map.google.ch)

Für die Confiserie Danioth an der Schmiedgasse 3 in Altdorf ist eine Nachfolgeregelung gefunden worden. (Bild: Screenshot ab map.google.ch)

Carmen Epp


carmen.epp@urnerzeitung.ch

Die Confiserie Danioth ist ein Familienunternehmen, wie es im Buche steht: Seit rund 100 Jahren wird der Betrieb an der Schmiedgasse in Altdorf von Generation zu Generation in der Familie weitergegeben.

Zuletzt übernahm Toni Danioth vor 28 Jahren den Betrieb von seinem Vater, der die Confiserie 34 Jahre vorher von seinem Onkel übernommen hatte. Nun wird diese Tradition gebrochen. Im Alter von 62 Jahren verkauft Toni Danioth den Betrieb an ein anderes Urner Familienunternehmen: die Feinbäckerei Hauger.

Die Familie Danioth geht, der Name bleibt

Als sich abzeichnete, dass die nächste Generation kein Interesse hat, den Familienbetrieb zu übernehmen, habe er sich nach Lösungen umgeschaut, sagt Danioth auf Anfrage unserer Zeitung. Dass dabei auch die Luzerner Confiserie-Riesen Bachmann und Heini Interesse bekundet haben sollen, wie es gerüchteweise hiess, verneint der 62-Jährige. Er habe noch nicht mal in Kontakt gestanden mit den beiden. Sein Fokus sei ein anderer gewesen: «Ich wollte eine Lösung im Kanton Uri finden, jemanden, der den Standort und auch das Personal übernimmt.»

Diese Lösung hat Danioth nun gefunden: Die Feinbäckerei Hauger übernimmt per 1. Januar 2018 die Confiserie Danioth mit allem, was dazugehört: Café, Verkauf, Produktion und Personal inklusive Lehrlinge. Für die Kunden ändert sich vorerst nichts, wie Marco Hauger gegenüber unserer Zeitung sagt. Er leitet die Feinbäckerei Hauger mit über 70 Mitarbeitern seit 2006 in vierter Generation und versichert: «Die Tradition wird fortgesetzt.» Konkret heisst das: Die 24 Angestellten sowie die Produktion von Backwaren und Confiserie werden übernommen. Auch der Name soll bleiben. So wird das Café weiterhin als Café Danioth geführt, genau so wie das Schokoladensortiment. «Die Confiserie ist ein Traditionsbetrieb, das Café als Café Danioth weit herum bekannt. Das werden wir beibehalten», sagt Hauger.

Die Übernahme sei nicht nur für Danioth ideal. Auch die Feinbäckerei Hauger profitiert: So kann der Traditionsbetrieb neu auch wieder Confiserie-Produkte wie Schokolade oder Glace ins Sortiment aufnehmen. Und auch die Backstube der Confiserie Danioth kann die Feinbäckerei gut gebrauchen, wie Hauger sagt. Zwar bleibe die Backstube am Gemeindehausplatz nach wie vor die grösste Produktionsstätte der Feinbäckerei Hauger. «Dort können wir jedoch nicht mehr ausbauen. Deshalb ist es ideal, dass wir einen zweiten Produktionsstandort aufnehmen können.» Zumal der Produktionsbereich in einem guten Zustand sei, wie Hauger betont.

Laden und Café erhalten ein Facelifting

Anders sieht es im Laden und im Café Danioth aus. Hier möchte Hauger im Sommer 2018 den Betrieb auf Vordermann bringen. «Das Mobiliar soll ausgetauscht, die Vitrinen im Laden neu gemacht und das Café allgemein offener gestaltet werden», so Hauger.

Dadurch soll ein neues Konzept für den Abend möglich werden. Dem Geschäftsführer schwebt etwa eine Apérobar oder eine Vinothek vor. «Sodass man zu jeder Tageszeit das Passende geboten kriegt: Kaffee und Gipfeli am Morgen, Menüs am Mittag, Kuchen am Nachmittag und Apéro-Häppchen am Abend.» Konkreter sind die Pläne noch nicht, die Kosten und die Dauer des Umbaus nicht bekannt.

Feinbäckerei Hauger dehnt ihr Wachstum aus

Klar ist hingegen schon jetzt, dass die Übernahme der Confiserie Danioth die grösste in der 112-jährigen Geschichte der Feinbäckerei Hauger ist. Damit setzt Marco Hauger das Wachstum seines Unternehmens fort. Seit seiner Übernahme des Familienbetriebs 2006 hat sich die Anzahl der Standorte der Feinbäckerei Hauger – durch Neueröffnungen oder Übernahmen anderer Anbieter – von drei auf heute neun verdreifacht. Trotzdem habe die Übernahme der Confiserie Danioth einen anderen Charakter, ist Hauger überzeugt: «Weil wir das Café Danioth so beibehalten und mit der Confiserie ein anderes Sortiment hinzukommt, bleibt die Vielfalt weiterhin erhalten.»

Toni Danioth jedenfalls ist guter Dinge. Er ist überzeugt, mit dem Verkauf an die Feinbäckerei Hauger, die Ideallösung für beide gefunden zu haben. Und er freut sich darauf, im Januar 2018 – nach genau 29 Jahren in der Confiserie Danioth –, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

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