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ALTDORF: Foto-Kunst belebt BWZ-Neubau

Grossformatige Schwarz-Weiss-Fotografien zieren nun den Innenraum des Erweiterungsbaus. Mit Künstlerin Nathalie Bissig wurden sie gestern eingeweiht.
Urs Hanhart
Nathalie Bissig hat für ihre Fotoarbeit geschickt mit der Sonne und Schatten gespielt. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 2. März 2018))

Nathalie Bissig hat für ihre Fotoarbeit geschickt mit der Sonne und Schatten gespielt. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 2. März 2018))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Vor sechs Monaten konnte der architektonisch sehr moderne Erweiterungsbau des Berufs- und Weiterbildungszentrums (BWZ) Uri eingeweiht werden. Gestern nun wurde im Rahmen einer kleinen Feier eine von der Künstlerin Nathalie Bissig realisierte Fotoarbeit, die neuerdings den Innenraum des Neubaus schmückt, der Schule übergeben. Die 36-jährige Urnerin hat sich bei einem zweistufigen Wettbewerb für die Kunst am Bau am BWZ Uri gegen fünf Mitbewerber durchgesetzt. Die Feier wurde musikalisch umrahmt von Livio Baldelli und ­Roger Scheiber, die verschiedene Evergreens zum Besten gaben.

«Etwas sehr Wertvolles in diesem wunderschönen Erweiterungsbau hat bisher noch gefehlt, nämlich ein bisschen Kunst», sagte Landammann Beat Jörg. «Denn Architektur und Kunst gehören zusammen.» Dieses Manko sei nun behoben.

«Menschen sind in der Regel bestrebt, schön zu leben und zu wohnen und in einem ansprechenden Umfeld zu arbeiten», so Jörg. Dieser Anspruch gelte seit jeher auch für das BWZ Uri. Dort bestehe eine lange Kunst-am-Bau-Tradition, die nun um ein weiteres Kapitel erweitert worden sei. «Ab heute ist das Werk von Nathalie Bissig ein schöner und wichtiger Bestandteil der Lern-, Wissens- und Erfahrungsgemeinschaft BWZ Uri», sagte der Bildungs- und Kulturdirektor. Neben der neuen Fotoarbeit sind am BWZ Uri mit den Skulpturen von Eugen Püntener und Niklaus Lenherr bereits zwei Kunstwerke im Aussenraum präsent. Auch weiterhin ist im Eingangsbereich des BWZ-Altbaus ein Werk von Konrad Abegg zu sehen.

Wie ein Schattentheater

«Wir sind vom Resultat begeistert», sagte Fachjury-Mitglied Barbara Zürcher, die gestern auch die Laudatio für Nathalie Bissig hielt. «Die Künstlerin verdient ein grosses Kompliment.» Die Fotoarbeit hat keinen offiziellen Titel. Innerhalb der Jury erhielt sie jedoch den Untertitel «Hausgeist».

Die Künstlerin hat mehrere grossformatige Schwarz-Weiss-Fotografien in analoger Technik gemacht und dabei die Szenerie in eigenwilliger Art inszeniert. Man sieht Baum-, Tier- und Figurenmotive, die durch Türe und Dachfenster dringen. So wähnt man sich wie in einem Schattentheater.

«Ich fragte mich, wie ich die Natur und das kulturelle Erbe Uris einbeziehen kann», verriet die Künstlerin. Die Bilder spielen mit der Fantasie.

Bissig hat bei ihrer Fotoarbeit geschickt mit Schatten und Sonne gespielt. Sie nähte sogar selber Vögel, um das Schattenspiel möglichst echtwirkend umsetzen zu können. Zwei dieser künstlichen Vögel schenkte sie zum Schluss der Feier dem Kanton Uri.

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