Altdorf
«Four Forest Strings» bringen Klassik in die Kollegikapelle

Das Ensemble widmet sich den Serenaden verschiedener Komponisten. Darunter auch Mozarts «Kleine Nachtmusik». Als Konzertmeisterin und Organisatorin ist die Urnerin Alexandra Bissig dabei.

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Am Freitag, 13. Mai 2022, tritt das Streichorchester Four Forest Strings in der Kollegikapelle in Altdorf auf. Konzertbeginn ist um 19.30 Uhr. Mit im Orchester dabei ist als Konzertmeisterin und Organisatorin auch die Urnerin Alexandra Bissig. Das Orchester spielt als Einleitung Mozarts Klassiker «Eine kleine Nachtmusik». Der berühmte Beginn des Werkes ist zu einem der populärsten Motive in der Geschichte der Musik geworden und wird bis heute immer wieder in Fernsehwerbungen, Filmen und Videospielen zitiert.

Das Ensemble Four Forest Strings tritt in der Kollegikapelle in Altdorf auf.

Das Ensemble Four Forest Strings tritt in der Kollegikapelle in Altdorf auf.

Bild: PD

Mit Nachtmusik übersetzte Mozart den Begriff Serenade ins Deutsch. Damit deutete er auf die Unterhaltungsmusik hin. «Die überaus kunstvolle und virtuose Gestaltung der Serenade weist jedoch weit über reine Unterhaltungsmusik hinaus.», beschreibt das Orchester in seinen Unterlagen. «Ein Meisterwerk, das einen originellen Höhepunkt in Mozarts kompositorischen Schaffens markiert.» Die Themen aller vier Sätze seien sehr eingängig komponiert und strahlten einen unwiderstehlichen «luftigen» Charme aus.

Eines der beliebtesten Standardwerke

Weiter zu hören sein wird die «Serenade für Streicher» von Edward Elgar. Vollendet wurde das Werk 1892. Es geht auf drei Stücke für Streichorchester zurück, die er als 20-Jähriger vier Jahre vorher komponierte. In dieser Urfassung trugen sie noch Überschriften: «Spring Song», «Elegy» und «Finale». Obschon diese Titel in der endgültigen Fassung verschwunden sind, charakterisieren sie immer noch treffend das musikalische Geschehen. «Neben der erstaunlichen kompositorischen Reife ist der jugendliche Charme dieser frühen Komposition Elgars sicherlich entscheidend dafür, dass es bis heute eines seiner beliebtesten Werke ist und sein erstes, das den Einzug in das Standardrepertoire geschafft hat», so die «Four Forest Strings».

Die «Serenade für Streichorchester» schrieb Victor Herbert 1888. Der US-amerikanische Komponist wurde in Dublin geboren, bildete sich in Stuttgart zum Cellisten aus und spielte in der Kapelle von Eduard Strauss in Wien. Nach seiner Auswanderung nach New York wurde er als Komponist und Begründer der amerikanischen Operette berühmt. Die «Serenade für Streichorchester» kann ein gewisses Flair für die «leichte Muse» nicht verbergen. «Sie entfaltet während ihrer fünf Sätze ein anspruchsvolles, originelles und kontrastreiches Spiel in verspielten Texturen, Klangfarben, Harmonik und tänzerischer Rhythmik.» Das Spektrum an Techniken verweist auf seine reiche Erfahrung als virtuoser Cellist. Das Herzstück der Komposition, die «Liebesszene», bezeichnete die «New York Times» nach der Uraufführung als «ganz besonders gelungen geschrieben, warm im Thema und kraftvoll im Ausdruck, das Ergebnis eines sorgfältigen Studiums von Wagners wundervollen Behandlung der Streicher». (pd/zf)