ALTDORF: Freiwillige Überbrückungsrente bleibt

Die Pensionskasse Uri erhält bei ihren Geschäften mehr Flexibilität. Dies Urner Kantonsparlament hat am Mittwoch zwei Verordnungen entsprechend revidiert und dem Bundesrecht angepasst. An der Überbrückungsrente hielt der Landrat vorerst fest.

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Der Urner Landrat im Jahr 2012. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Der Urner Landrat im Jahr 2012. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Oberstes Organ der Pensionskasse Uri ist künftig eine paritätisch zusammengesetzte Kassenkommission. Der Landrat behält weiterhin die Kontrolle über die finanziellen Verpflichtungen im Bereich der beruflichen Vorsorge BVG.

Die Pensionskasse erhält eine gewisse finanzielle Flexibilität, um auf die Herausforderungen des Zins- und Finanzmarktumfeldes und der demografischen Entwicklung reagieren zu können. Die Verordnung tritt per 1. Januar 2014 in Kraft.

Keine Chance im Landrat hatte die Abschaffung der freiwilligen Überbrückungsrente. Der Antrag der Finanzkommission wurde mit 46 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Alle Fraktionen lehnten das Ansinnen ab. Es sei ein Schnellschuss, hiess es mehrfach im Landrat.

Die Finanzkommission wollte die freiwillige Überbrückungsrente aufheben. Bei der Kasse angeschlossene Arbeitgeber hätten sich damit nicht mehr finanziell an Frühpensionierungen beteiligen müssen. Während man schweizweit von einer Erhöhung des Pensionsalters wegen steigender Lebenserwartung und Fachkräftemangels spreche, schaffe die Überbrückungsrente einen falschen Anreiz, sagte Kommissionspräsident Markus Holzgang (FDP).

Das Thema bleibt in Uri auf dem politischen Tapet. Die SVP-Fraktion ersucht die Regierung mittels Postulat um einen Bericht zu den finanziellen und personellen Auswirkungen einer Streichung der Überbrückungsrente. (sda)