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ALTDORF: Freunde des Kulturklosters geben sich optimistisch

Im ehemaligen Kapuzinerkloster finden viele Menschen Ruhe und Besinnung. In der regionalen Kulturszene ist dieser Ort der Kraft laut einer Mitteilung nicht mehr wegzudenken.
Das ehemalige Kapuzinerkloster in Altdorf. (Bild: PD)

Das ehemalige Kapuzinerkloster in Altdorf. (Bild: PD)

An der Mitgliederversammlung des Vereins Freunde des Kulturklosters Altdorf begrüsste Präsident Wendelin Gisler vergangene Woche im Refektorium 26 Mitglieder und mehrere Gäste zur 7. Mitgliederversammlung. Er stellte den Abend unter das Motto «Leichtigkeit verströmt».

Das abgelaufene Vereinsjahr sei geprägt gewesen von viel Arbeit und einem Umdenken auf kommende Herausforderungen. Mit viel Herzblut hätten sich die Vorstandsmitglieder und viele treue Helfer für das Kulturgeschehen am Klosterhügel engagiert.

Ein Leckerbissen für Klassikliebhaber

Der Kulturkommission gelang es laut einer Mitteilung, im vergangenen Jahr einen bunten Strauss von Veranstaltungen zusammenzustellen. Einen festen Bestandteil bilden seit Jahren die vier Quatemberkonzerte. Dieses Zusammenspiel von Klavier und Klarinett/Oboe und die Texte seien ein Leckerbissen für Klassikliebhaber gewesen. Klassik wurde am Dreikönigstag auch durch das Reicha-Quintett geboten. Mit dem Liedermacher Hans Marty, dem Duo Maria und Fränggi Gehrig, dem Gitarristen Philipp Schmidt, dem Violinisten Vadym Makarenko und den beiden Märchenerzählerinnen Gabriela Bonetti und Sonja Riedi wurde an vier Matinées und einer Soirée der kulturelle Fächer breit geöffnet. Mit Verena Gisler-Davidshofer, Margrit Indermaur, Linda Burch und Susanne Bünter fand offenes Singen statt.

Für die Gitarrenklänge von Felix Gisler und die Märlistunde von Madlen Arnold bot der Klostergarten eine eindrückliche Kulisse. Der Erzählabend von Silvia Studer und das Adventskranzbinden von Johanna Brücker rundeten den Veranstaltungskalender 2017 ab. Auch dieses Jahr bietet der Verein ein ausgewogenes Programm an, wie die Organisatoren schreiben. Die Veranstaltungen werden auf der Homepage www.kulturkloster.ch halbjährlich aufgeschaltet.

Ein viel besuchter Ort der Stille

Der terrassenförmig angelegte Klostergarten ist das Reich von Eduard Indermaur. Das botanische Kleinod erfreut sich in der breiten Öffentlichkeit einer grossen Beliebtheit. An öffentlichen und privaten Führungen durften Gruppen aus der ganzen Schweiz das Werk von Eduard Indermaur bestaunen. An den offiziellen Tagen wurde auch ein kleines Gartencafé betrieben. Der Klostergarten ist an gewissen Nachmittagen öffentlich zugänglich.

Dieser ist nach wie vor ein viel besuchter Ort der Stille und des Gebets. Alle zwei Monate findet eine Messe mit Bruder Remigius statt. Sie wird jeweils von Voichita Nica musikalisch auf dem Klavier oder der Orgel begleitet. Von der Adventszeit bis Mitte Januar schmückt jährlich eine Krippenlandschaft die schlichte Kirche. Die Figuren, welche im letzten Jahr dieses weihnachtliche Kunstwerk zusätzlich verschönerten, wurden von der Künstlerin Elisabeth Bernet der Klosterkirche übergeben, dies im Wissen, dass diese Kunstwerke hier jährlich ihren Auftritt haben.

Rat steht hinter Idee des «Kulturklosters»

Die Liegenschaft des ehemaligen Kapuzinerklosters ist seit jeher im Besitz der Korporation Uri. 2017 wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, welche abklären wird, in welcher Form das heutige Kulturkloster weiterbetrieben werden soll. Präsident Wendelin Gisler erwähnte die grosse Bedeutung dieses Hauses mit seinem Öffentlichkeitscharakter. Kirchliche Gottesdienste, kulturelle Veranstaltungen, die Pflege eines historischen Gebäudes und einer einmaligen Gartenanlage vereinen viele Interessen der Öffentlichkeit unter einem Dach. Konkrete Ergebnisse der Arbeitsgruppen liegen noch nicht vor. Der Engere Korporationsrat hat aber klar signalisiert, dass er nach wie vor hinter der Idee «Kulturkloster» steht.

Wechsel im Vorstand

Beat Infanger, Mitglied des Engeren Rates, gab den Austritt. Mit ihm verlässt eine Person den Vorstand, die seit der Gründung des Vereins dessen Entwicklung stark mitgeprägte. Als neues Vorstandsmitglied wurde Karl Marty, ebenfalls Mitglied des Engeren Rates, einstimmig gewählt. Mit dem Einsitz eines Vertreters der Korporation soll Transparenz geschaffen und die Verbindung zwischen dem Verein und der Liegenschaftseigentümerin sichergestellt werden.

Am Schluss der Versammlung äusserte sich der Präsident des Vereins Freunde des Kulturklosters Altdorf optimistisch. Er vertraue auf das Entscheidungsgeschick der verantwortlichen Personen, welche die Zukunft des Kulturklosters planen. Als Abschluss entführten Gabriela Bonetti und Verena Gisler-Davidshofer die Versammlungsteilnehmer in die Welt der Märchen und Sagen.

(red)

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