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ALTDORF: Gegner bieten Zweite-Röhre-Turbos die Stirn

Der Widerstand gegen die zweite Röhre ist nach wie vor gross. Jetzt haben sich die Gegner für den Abstimmungskampf formiert.
Über 100 Interessierte waren beim Start der Nein-Kampagne dabei. (Bild: PD)

Über 100 Interessierte waren beim Start der Nein-Kampagne dabei. (Bild: PD)

Fünf Mal hat der Kanton Uri über die zweite Röhre abgestimmt. Fünf Mal sagten die Urner klar Nein: bei der Standesinitative 1990, bei der Alpen-Initiative 1994, beim Avanti-Gegenvorschlag 2004 und bei der Standesinitiative der Jungen SVP sowie dem Gegenvorschlag des Regierungsrats 2011.

Die Botschaft sei seit Jahren mehr als deutlich: Uri stehe für die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene ein und wehre sich gegen noch mehr Verkehr am Gotthard, schreiben die Gegner in einer Mitteilung. «Die Röhren-Turbos aber treten den Volkswillen mit Füssen.» Im nächsten Jahr, voraussichtlich am 28. Februar, komme die zweite Röhre schon wieder vors Volk. «Uri wird auch diesmal wieder Nein sagen», sind die Gegner überzeugt.

Am vergangenen Freitagabend, 25. September, formierten sich die Gegner der zweiten Röhre für die bevorstehende Abstimmung. Der Start der Nein-Kampagne erfolgte im Restaurant Bahnhof in Altdorf. Das überparteiliche Urner Komitee «Nein zur zweiten Röhre am Gotthard», das Interessierte dazu einlud, rechnete mit rund vierzig Personen. Über hundert Interessierte kamen. Einige mussten sogar stehen. Präsentiert wurde unter anderem der neue Kampagnen-Film. Für musikalische Unterhaltung sorgten das Echo vom Poschtsack sowie Sängerin Andrea Arnold. «Wir steigen voll motiviert in den Abstimmungskampf», sagte Myriam Planzer vom Urner Nein-Komitee. Der angebliche Stimmungswechsel in der Urner Bevölkerung sei ein leeres Wunschdenken der Röhren-Turbos, die Ausgangslage sei gleich wie 2011. Der Urner GLP-Ständerat Markus Stadler ergänzte: «Die Urnerinnen und Urner wissen: Eine zweite Röhre hätte für den Kanton Uri fatale Folgen: mehr Verkehr, mehr Staus und doppelt so viele Lastwagen.» Und Gastreferent Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative, sagte: «Jetzt muss Uri nochmals kämpfen.»

red

Die Neat nicht gefährden

Für die Gegner liegt die Lösung auf der Hand. In weniger als einem Jahr werde die Neat eröffnet: Der längste Tunnel der Welt sei gebaut worden, um den Güterverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. «Mehr als 20 Milliarden Franken hat die Schweiz in dieses wegweisende Jahrhundertprojekt investiert. Das soll nun alles umsonst gewesen sein?», fragen die Gegner rhetorisch und antworten mit einem klaren Nein. «Der internationale LKW-Transitverkehr gehört auf die Schiene und nicht ins Urner Reusstal.»

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