Altdorf
Alpentöne 2021 finden statt – Gemeinderat Altdorf gibt grünes Licht

Das internationale Musikfestival soll im August in Altdorf über die Bühne gehen – unter Berücksichtigung der notwendigen Coronaschutzmassnahmen.

Markus Zwyssig
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Das sind positive Nachrichten: Das Musikfestival Alpentöne kann im August stattfinden. Der Altdorfer Gemeinderat hat vergangenen Montag sein Okay für die Durchführung gegeben, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Das erste Programm der neuen künstlerischen Leitung unter Barbara Betschart und Graziella Contratto verspricht vertraute und urtümliche, aber auch neue und experimentelle Alpenklänge. Diese sollen diesen Sommer trotz Corona im Reusstal erklingen.

Programm mit 40 Konzerten: Spektrum soll breiter werden als früher

Das Trio Ambäck, hier in der Beckenrieder Ridlikapelle, ist bei Alpentönen dabei. Von links: Andreas Gabriel, Markus Flückiger, Pirmin Huber.

Das Trio Ambäck, hier in der Beckenrieder Ridlikapelle, ist bei Alpentönen dabei. Von links: Andreas Gabriel, Markus Flückiger, Pirmin Huber.

Bild: Rosmarie Berlinger (Beckenried, 16. Juni 2019)

Und das wird geboten: Vom 12. bis 15. August stehen rund 40 Konzerte auf dem Programm. Das Spektrum werde breiter als in früheren Ausgaben, wird in der Mitteilung versprochen. Dieses reicht von traditioneller und neuer Volksmusik, Performance und Improvisation über uralte und brandneue Musik bis zu Klangkunst und Klassik. Auch gesprochene und gesungene Sprache wird zu hören sein. Nebst Schweizer Ensembles wie Ambäck, Swissmad, dem Ländlerorchester, dem Projekt Vistamare aus dem Tessin, den Alpinis der Hochschule Luzern oder dem Fanfareduloup Orchestra aus Genf werden viele Impulse aus dem Gastland Österreich kommen: Schrammelmusik, Dudlereien und Maulgeige, mystische Klänge – die acht Gruppen und Solisten versprechen, das Publikum auf ein «reich bestelltes Feld voller Alpenweisen» zu führen. Auch treffen Studenten der Hochschule Luzern (HSLU) auf ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen vom Mozarteum Salzburg.

Das Festival wird nebst Theater Uri, Lehnplatz und Cinema Leuzinger weitere Plätze und Orte in Altdorf bespielen. Natürlich fehlen weder der Klangspaziergang noch die jungen und einheimischen Töne. Ebenso sind Zusammenarbeiten mit dem Haus der Volksmusik und dem Haus für Kunst Uri angedacht.

Viele Mitmachmöglichkeiten soll es rund um das Kulturkloster Altdorf geben.

Viele Mitmachmöglichkeiten soll es rund um das Kulturkloster Altdorf geben.

Bild: PD

Den beiden künstlerischen Leiterinnen liegt das gemeinsame Erlebnis von Künstlern und Publikum am Herzen. Dazu beitragen sollen Konzertformate wie die Familienalpentöne, das Eröffnungsprojekt mit beeinträchtigten Jugendlichen der Stiftung Papilio sowie ein bunter Strauss von Mitmachmöglichkeiten rund um das Kulturkloster. Ein von der Hochschule Luzern gestaltetes Forschungssymposium und eine mehrmonatige Käsebeschallung mit abschliessender Degustation in Zusammenarbeit mit Käse Arnold, Altdorf, runden das Programm ab.

Schutz vor Corona: Infrastruktur wird angepasst, mehr Angebote finden draussen statt

Und was ist mit Corona? Im August wird die Pandemie nicht vorbei sein. «Derzeit passt das OK die Festivalinfrastruktur an die voraussichtlichen Schutzmassnahmen an, um die Sicherheit des Publikums zu gewährleisten», heisst es in der Mitteilung. Auf jeden Fall werde es mehr Angebote im Aussenbereich geben. Um Gedränge und einen Sturm auf einzelne Konzerte zu verhindern, seien auch Anpassungen des Ticketings angedacht, die eine bessere Steuerung des Publikumsflusses ermöglichen.

Hinweis: Der Vorverkauf startet am 17. Mai. Die Website www.alpentoene.ch wird ständig aktualisiert.

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