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ALTDORF: Gutes erstes Halbjahr für die Urner Kantonalbank

Der Halbjahresgewinn der Urner Kantonalbank (UKB) fällt tiefer aus als im Vorjahr. Trotzdem rechnet die Bank mit einem Jahresgewinn, der leicht höher ausfallen könnte als im Vorjahr.
Sitz der Urner Kantonalbank in Altdorf. (Bild PD)

Sitz der Urner Kantonalbank in Altdorf. (Bild PD)

«Das erste Semester 2016 war geprägt durch anhaltend tiefe Zinsen und Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Austritt Grossbritanniens aus der EU», schreibt die Geschäftsleitung der Urner Kantonalbank (UKB) in einer gestern veröffentlichten Medienmitteilung. «Der Geschäftserfolg, die wesentliche Kennzahl für die operative Leistung der UKB, stieg dank tieferen Risikokosten, gesteigertem Zinserfolg und höheren Kommissionserträgen um 29,4 Prozent auf 8,5 (Vorjahresperiode: 6,6) Millionen Franken. Die betriebliche Eigenkapitalrendite beträgt damit 6,3 (5,1) Prozent, der Halbjahresgewinn 8,5 (9,2) Millionen Franken. Diese negative Abweichung zum Vorjahr ist gemäss UKB die Folge des 2015 durch den Verkauf der Swiss­canto-Beteiligung erzielten ausser­ordentlichen Beteiligungsgewinns.

Positiver Abschluss 2016 erwartet

Die UKB verfügte per Ende Juni 2016 über Eigenmittel von 272 Millionen Franken. Ende 2015 waren es 263 Millionen Franken gewesen. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) steht wie im Vorjahr bei 8,8 Prozent der Bilanzsumme. «Mit dieser Kapitalausstattung übertrifft die Bank die Mindestanforderungen der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht und ist auch im Hinblick auf weiter steigende Anforderungen seitens des Regulators gut gerüstet», schreiben die UKB-Verantwortlichen. Per Ende 2016 wird mit einem leicht höheren Geschäftserfolg und Jahresgewinn als 2015 gerechnet.

Erfreulich entwickelt hat sich der wichtigste Pfeiler, der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft. Mit 16,9 Millionen Franken fiel er um 13,8 Prozent beziehungsweise 2 Millionen Franken höher aus als im ersten Semester 2015. «Die Auflösung nicht mehr benötigter ausfallrisikobedingter Wertberichtigungen, tiefere Refinanzierungskosten sowie höhere Volumina haben dazu beigetragen», heisst es in der UKB-Mitteilung. Ebenfalls besser fiel der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft aus. Er legte um 374 000 Franken (+10 Prozent) auf 4,1 Millionen Franken zu. Auch der Erfolg aus dem Handelsgeschäft, der in der Vorjahresperiode unter der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank gelitten hatte, pendelte sich wieder auf höherem Niveau ein. Er trug mit 753 000 Franken (+174 Prozent) zum Gesamterfolg bei. Der übrige ordentliche Erfolg, der unter anderem Beteiligungs- und Liegenschaftserträge sowie Wertanpassungen auf Finanzanlagen berücksichtigt, fiel mit 103 000 Franken bedeutend tiefer aus als im Vorjahr (516 000 Franken), dies als Folge von Wertkorrekturen auf Finanzanlagen und tieferen Beteiligungserträgen.

Ausleihungen sind angewachsen

Die Ausleihungen lagen seit Ende 2015 mit einem Zuwachs von 47 Millionen Franken etwas über dem Wachstum des Vorjahreszeitraums (36 Millionen Franken). Der Netto-Neugeldzufluss betrug 36,4 (19) Millionen Franken.

«Die starke Zunahme der Bilanzsumme um 234 Millionen respektive 8,2 Prozent auf 3,1 Milliarden Franken ist eine Folge der expansiven Notenbankpolitik, welche eine hohe Liquiditätshaltung begünstigt», schreiben die Bankverantwortlichen.

Etwas höherer Geschäftsaufwand

Der Geschäftsaufwand fiel mit 11,7 Millionen Franken um 1,8 Prozent respektive 253 000 Franken höher aus als im Vorjahr. Der Grund dafür war die Zunahme bei den Personalkosten. Der Sachaufwand konnte mit 3,9 Millionen Franken praktisch konstant gehalten werden. Die Aufwendungen für die Abgeltung der Staatsgarantie belaufen sich im ersten Halbjahr auf 320 000 Franken. Mit einer Auflösung von Wertberichtigungen um 330 000 (Vorjahr: Bildung von 1,3 Millionen) Franken sowie der Bildung von Rückstellungen von 103 000 (113 000) Franken fiel die Risikovorsorge insgesamt bedeutend tiefer aus. «Dies bestätigt die gute Qualität des Kreditportfolios», heisst es in der Mitteilung der UKB. «Insgesamt bewegen sich die Kreditrisiken damit weiterhin auf tiefem Niveau und unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen liegen mit 1,5 Millionen um 300 000 Franken über dem Vorjahreswert und sind Zeugnis der Investitionsphase, in welcher sich die Bank befindet», so die UKB.

Hinweis: Die detaillierten Zahlen auf www.ukb.ch

pd/rem

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