ALTDORF: Hochspannungsleitungen werden gebündelt

Die zwei Hochspannungsleitungen von SBB und Swissgrid im Urner Talboden sollen zu einer Leitung zusammengelegt werden. Dadurch würde eine Fläche von 100'000 Quadratmetern für die wirtschaftliche Entwicklung frei. Gegen das Projekt gingen zwei Einsprachen ein.

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Strommasten und -Leitungen (Symbolbild) (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Strommasten und -Leitungen (Symbolbild) (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Sobald die Einsprachen zweier Privatpersonen bereinigt seien, könne das Eidgenössische Starkstrominspektorat das Projekt genehmigen, teilte die Urner Baudirektion am Dienstag mit. Danach würden die Bauarbeiten beginnen.

Geplant ist, die bestehenden Leitungen zwischen Attinghausen im Süden und dem Giessenkanal im Norden auf eine Gemeinschaftsleitung zusammenzulegen. Die neue Leitung würde im Süden entlang der Autobahn und im Norden auf dem Reussdamm verlaufen. Die Zahl der Masten in der unteren Reussebene würde von 35 auf 15 reduziert.

Die Zusammenlegung der Leitungen entlaste Siedlungs- und Gewerbegebiete, insbesondere den Wirtschaftsraum im Gebiet Eyschachen sowie die Gemeinde Attinghausen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Verlegung der Hochspannungsleitung im Urner Talboden ist gemäss Urner Baudirektion seit den 1980er Jahren ein Thema. Da die Leitung von Swissgrid sanierungsbedürftig sei, sei nun der ideale Zeitpunkt zur Zusammenlegung gekommen, schreibt die Baudirektion.

Seit Anfang 2013 ist das Schweizer Stromübertragungsnetz im Eigentum der Gesellschaft Swissgrid. An der nationalen Netzgesellschaft sind 17 Schweizer Elektrizitätsunternehmen beteiligt. (sda)