ALTDORF: Ignaz W.: DNA wirft einige Fragen auf

Ignaz W. steht ab 21. August vor Obergericht. Im Vorfeld zweifelt dessen Verteidiger an der Echtheit der DNA-Spuren auf einer Patronenhülse.

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Der Prozess gegen Ignaz W. vom Oktober 2012 fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. (Archivbild Urs Hanhart)

Der Prozess gegen Ignaz W. vom Oktober 2012 fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. (Archivbild Urs Hanhart)

Am 12. November 2010 wurde in Erstfeld Nathaliya K., die Noch-Ehefrau des Erstfelder Barbetreibers Ignaz W., angeschossen und schwer verletzt. Für das Landgericht war im Oktober 2012 klar: Ignaz W. hat seinen Komplizen Sasa S. gegen Bezahlung als Auftragskiller angeheuert, ihm die Waffe verschafft und auch das Verschwinden nach der Tat organisiert habe. Sowohl Ignaz W. als auch Sasa S. beteuerten vor dem Landgericht Uri ihre Unschuld. Ohne Erfolg. Sie wurden des versuchten Mordes in Mittäterschaft schuldig gesprochen. Die Richter erachteten es zudem als erwiesen, dass Ignaz W. am 4. Januar 2010 vor seinem Nachtklub in Erstfeld auf einen Gast geschossen hatte. Ignaz W. wurde zu einer Gefängnisstrafe von 10 Jahren verurteilt, Sasa S. zu einer solchen von 8 Jahren.

Nachträglich kontaminiert?

Ab 21. August wird sich das Obergericht Uri mit dem Fall befassen. Im Vorfeld des Prozesses zweifelt der Verteidiger von Ignaz W. daran, dass an einer aus der Tatwaffe stammenden und verfeuerten Patronenhülse tatsächlich DNA-Spuren von Ignaz W. sichergestellt worden seien. Er tut dies mit dem Hinweis auf ein Gutachten des Forensischen Instituts Zürich. «Ich beurteile die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet DNA von Ignaz W. rein zufällig nachträglich auf die Hülse gekommen sein soll, als statistisch praktisch ausgeschlossen», so der Verteidiger. Er zweifelt viel mehr an der seriösen Arbeit jenes Mitarbeiters der Kriminalpolizei Uri, der die Spuren gesichert hat. Und der Verteidiger sagt auch, weshalb er zweifelt.

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