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ALTDORF: Im Dorfkern fallen 25 Parkplätze weg

Die öffentlichen Parkplätze an der Höfligasse weichen einem Wohnhaus. Nun bedauern lokale Gewerbevertreter, dass kein Ersatz dafür vorgesehen ist.
Anian Heierli
Beim Altdorfer Höflipark entstehen zwei neue Wohnhäuser samt Tiefgarage. (Bild Florian Arnold)

Beim Altdorfer Höflipark entstehen zwei neue Wohnhäuser samt Tiefgarage. (Bild Florian Arnold)

Passanten beim Altdorfer Höflipark staunen aktuell über die hohen Bauprofile, die den Park sowie die anliegenden öffentlichen Parkplätze umschliessen. Hier soll ein neues Mehrfamilienhaus mit 28 Wohnungen und einer Tiefgarage entstehen. Die Schweizer Unfallversicherungsanstalt (Suva) ist Bauherrin des Projekts. Die Arbeiten starten voraussichtlich im August 2016. Im Winter 2017/18 soll das Projekt dann abgeschlossen werden. «Die Anlagekosten betragen total rund 13 Millionen Franken», sagt Suva-Sprecher Takashi Sugimoto auf Anfrage.

Park ist in Privatbesitz

Aufgrund des Bauvorhabens verschwinden die 25 öffentlichen Parkplätze und der gesamte Höflipark. «Spätestens bis Baubeginn werden diese Parkplätze aufgehoben», sagt Sugimoto. Über genaue Daten könne man erst informieren, wenn das laufende Baubewilligungsverfahren abgeschlossen sei. Die Parkplätze und der Höflipark, die seit 2003 bestehen, haben schon immer der Suva gehört. Die Versicherung stellte das Areal aus Goodwill der Öffentlichkeit zur Verfügung. Voraussichtlich wird es in der Tiefgarage, die zum Mehrfamilienhaus gehört, keine öffentlichen Parkplätze geben. «Je nach Vermietungssituation und Nachfrage unserer künftigen Mieter besteht allenfalls die Möglichkeit, einen Parkplatz an Dritte zu vermieten», erklärt Sugimoto.

Aktuell erfolgen zudem Bauarbeiten auf der Nachbarparzelle – dem Areal der ehemaligen Schreinerei Berther. Hier entsteht ebenfalls ein Mehrfamilienhaus mit 14 neuen Eigentumswohnungen. Ab 2017 soll die Immobilie bezugsbereit sein. Die beiden Neubauten haben eine Umlegung vom Dorfbach zur Folge. Dies kann auf der Strasse Höfligasse ab Mitte Februar vereinzelt zu Verkehrseinschränkungen führen. So ist die Zufahrt zur Höfligasse 5 voraussichtlich vom 22. bis 26. Februar nicht befahrbar. «Über spezifische Einschränkungen wird zu gegebener Zeit orientiert», so Sugimoto.

Langsamverkehr hat Vorrang

Im Rahmen der Quartiergestaltung hat sich der Altdorfer Gemeinderat im vergangenen Jahr eingehend mit der Wohnüberbauung Höfli befasst. «Dass die Parkplätze und der Park nun wegfallen, ist bedauerlich», hält Gemeindepräsident Urs Kälin fest. Das sei aber eine rein private Angelegenheit der Suva, die im Besitz der betreffenden Liegenschaft sei. Zwar hat die Gemeinde die Bewirtschaftung für die Parkplätze an der Höfligasse in den vergangenen Jahren kontrolliert und das Bussengeld eingenommen, doch das Geld aus den Parkautomaten ist an die Suva gegangen. «Aus Sicht des Gemeinderats gibt es in Altdorf genügend öffentliche Parkplätze», sagt Kälin. Deshalb gäbe es keine Überlegungen, die wegfallenden Parkplätze zu ersetzen. Aus seiner Sicht hat das Langsamverkehrskonzept Vorrang. «Wir müssen Fussgängern und Velofahrern mehr Raum bieten», sagt er. «Sie brauchen mit Abstand am wenigsten Verkehrsfläche.»

«Wir sind froh über jeden Platz»

Das Altdorfer Gewerbe bedauert den Wegfall der Parkplätze und würde sich einen Ersatz dafür wünschen: «Von Seiten der Kunden hört man oft, es habe keine Parkplätze», sagt Josef Imholz, Präsident des Gewerbevereins Neues Altdorf. «Wenn ein Kunde weiterfährt, weil er keinen Parkplatz findet, ist das ein Handicap für uns. Deshalb sind wir grundsätzlich um jeden zusätzlichen Parkplatz im Dorfkern froh.» Insgesamt habe es aber rund 700 Parkplätze im gesamten Dorf. Etwa beim Spital, bei der Bibliothek oder bei der Sporthalle Feldli. Viele dieser Parkplätze seien aus Kundensicht aber zu weit entfernt, so Imholz.

Zudem starten am 29. Februar die Instandsetzungsarbeiten am Winkelplatz, was die Situation für die Altdorfer Gewerbetreibenden verschärft, da dann auch die Parkplätze auf dem Winkelareal vorübergehend wegfallen. «Wir wünschen uns deshalb natürlich, dass die Gemeinde mehr Parkplätze schafft», so Imholz. «Vielleicht ist es möglich, solche in leeren Fabrikhallen anzusiedeln. Dann könnten die Mitarbeiter dort parkieren, wodurch Parkplätze im Kern frei bleiben würden.»

Anian Heierli

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