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ALTDORF: Impreglon: Syna fordert Sozialplan für Betroffene

Die Gewerkschaft verurteilt die geplanten Entlassungen von 17 Angestellten der Impreglon. Sie bietet aber Hand beim Ausarbeiten eines Sozialplans.
Die Impreglon stösst auf Kritik. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 11. August 2017))

Die Impreglon stösst auf Kritik. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 11. August 2017))

Die geplanten Entlassungen der Firma Impreglon Coatings, das sich auf Oberflächenbehandlung spezialisiert hat, stossen auf Kritik. Vergangene Woche wurde bekannt, dass das Unternehmen einen Grossauftrag verloren hat und als Sparmassnahme 17 Stellen streichen will.

Nun schaltet sich die Gewerkschaft Syna ein. Es sei nicht das erste Mal, dass die in Altdorf angesiedelte Firma, deren Hauptsitz sich in Deutschland befindet, in die Schlagzeilen gerate, heisst es in einer gestern veröffentlichten Medienmitteilung. Schon im November 2015 hatte die Firma Massnahmen ergreifen müssen und eine unbezahlte Arbeitszeiterhöhung von 42 auf 44 Stunden angeordnet. Den Arbeitnehmern sei damals weisgemacht worden, durch diese Gratiserhöhung könnten die Arbeitsplätze gerettet werden. Trotzdem sei einigen Arbeitnehmern gekündigt und damit ihr Vertrauen missbraucht worden, so die Syna. Darüber hinaus habe Impreglon damals Kurzarbeit beantragt. «Es ist offensichtlich, dass Impreglon damit in Kombination mit der Arbeitszeiterhöhung einfach bereits angehäufte Mehrstunden der Arbeitnehmenden auf billigste Art und Weise abgebaut hat», schreibt die Gewerkschaft. «Dies, um sie sodann finanziell unbelastet auf die Strasse stellen zu können.»

Bisher fehlt ein Sozialplan

Nun sollen erneut Stellen abgebaut werden, obwohl Arbeitnehmer seit Anfang Jahr zwei Stunden pro Woche gratis gearbeitet hätten, moniert die Syna, «und das ohne jeglichen Sozialplan» .Bis am 29. August läuft nun die Konsultationsfrist. Bis dann können die Arbeitnehmer Vorschläge machen, wie die Kündigungen verhindert oder reduziert werden können.

Syna bedauere und verurteile die Entlassungen. Sie bietet Impreglon aber an, gemeinsam einen Sozialplan auszuarbeiten. «Zumindest das haben die Arbeitnehmenden nach all dem Vorgefallenen verdient», so die Gewerkschaft. (red)

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