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ALTDORF: In der Kollegi-Kapelle pulsiert der Broadway

Auf seiner Frühjahrstournee 2018 präsentiert das Luzerner Bläserensemble Nexus Reed Quintet mit seinem neusten Programm «Broadway» energiegeladene Musik mit Bezug zur Neuen Welt.
Bruno Arnold
Das Nexus Reed Quintet mit Nicola Katz, Annatina Kull, Sandro Blank, Marita Kohler und Maurus Conte (von links) konzertiert am kommenden Sonntag in der Kollegikapelle in Altdorf. (Bild: PD)

Das Nexus Reed Quintet mit Nicola Katz, Annatina Kull, Sandro Blank, Marita Kohler und Maurus Conte (von links) konzertiert am kommenden Sonntag in der Kollegikapelle in Altdorf. (Bild: PD)

Bruno Arnold

redeaktion@urnerzeitung.ch

Das mehrfach preisgekrönte ­Nexus Reed Quintet mit Marita Kohler (Oboe/Englischhorn), Annatina Kull (Klarinette), Sandro Blank (Saxofon), Nicola Katz (Bassklarinette) und Maurus Conte (Fagott) ist im Kanton Uri mittlerweile bestens bekannt. Ein Grund dafür ist Saxofonist Sandro Blank. Er war in mehreren Urner Kantonalen Blasorchesterlagern als Registerleiter tätig. Im Oktober 2016 übernahm er erstmals die Gesamtleitung dieser Aus- und Weiterbildungswoche in Näfels. Im Herbst 2018 wird er dies an gleicher Stätte erneut tun.

Das Nexus Reed Quintet kennt man aber auch aufgrund seiner Auftritte im Urnerland. Im Herbst 2016 konzertierte die Formation mit einem musikalischen Porträt der 14 Nothelfer im Meierturm in Silenen. Die fünf Musiker empfingen das Publikum dabei in einem aussergewöhnlichen Konzertlokal, das wohl die meisten Zuhörer bis zu diesem Zeitpunkt höchstens von aussen respektive vom Vorbeifahren her gekannt haben dürften. Und im März 2017 präsentierte das Nexus Reed Quintet sein Programm «Conversion» in der Kollegikapelle in Altdorf. Und genau dorthin kehren die fünf Musiker am kommenden Sonntag zurück.

Vom Konzertlokal äusserst begeistert

Dass es ihn und seine Kolleginnen und Kollegen erneut in den Kanton Uri zieht, dafür nennt Blank mehrere Gründe. «Ich habe Uri bisher als Kanton mit einem breiten Kulturangebot erlebt, das wir mit unserem Auftritt gerne zusätzlich bereichern. Die Urner interessieren sich nicht nur für klassische Musik, sie sind auch für Experimentelles zu haben», sagt Sandro Blank. «Das hat der grosse Publikumsaufmarsch in Silenen deutlich gezeigt.» Ein Grund für den erneuten Auftritt im Urnerland ist aber auch das Konzertlokal, die Kollegikapelle in Altdorf. «Der Raum ist nicht nur optisch wunderschön, sondern er eignet sich gerade auch für eine kleine Besetzung in kammermusikalischer Form auch aus akustischer Sicht optimal», schwärmt der Profisaxofonist. «Es ist nicht ganz einfach, derart ideale Konzertlokale in dieser Grösse zu finden.»

Auftragskomposition einer Luzernerin

In seinem neuen Programm «Broadway» präsentiert das Zentralschweizer Bläserquintett unterhaltsame und energiegeladene Musik mit Bezug zur sogenannten Neuen Welt. Der Broadway in New York ist eine Strasse, die niemals ruht, voller Farben, schrill und quirlig pulsierend. Luzia von Wyl hat einige Monate an dieser Strasse gelebt und gearbeitet. Ihre Eindrücke hat sie in «Broadway UA» verarbeitet, einem schwungvollen und äusserst lebendigen Auftragswerk für das Nexus Reed Quintet – «vom Treiben auf dem Broadway gleichermassen fasziniert wie abgelenkt, von den grellen Sirenen, die selbst nachts nicht verstummen, gleichermassen inspiriert wie verstört».

Wie Luzia von Wyl, allerdings knapp 125 Jahre früher, hatte der tschechische Komponist Antonín Dvorák einige Jahre in der amerikanischen Metropole verbracht. Dort war eines seiner wohl berühmtesten Werke entstanden: das Streichquartett in F-Dur op. 96, das auch unter dem Namen «Amerikanisches» grosse Bekannt- und Beliebtheit erlangt hat. Dieses Werk wurde von Steven Henry für die Besetzung des Nexus Reed Quintet bearbeitet und erklingt nun zum ersten Mal in dieser Form in der Schweiz. Den quasi umgekehrten Weg wie Dvorák und von Wyl ging der New Yorker Komponist George Gershwin. Nach einem Aufenthalt in Paris vertonte er seine Impressionen im Orchesterwerk «An American In Paris», das er 1928 als Auftragswerk für die New Yorker Philharmoniker komponierte. Die beiden Kompositionen von Gershwin und Dvorák werden vom Nexus Reed Quintet in kammermusikalischer Form mit Oboe, Klarinette, Saxofon, Bassklarinette und Fagott aufgeführt.

Mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet

Die fünf Musiker spielen seit 2010 in dieser Besetzung und präsentieren ihre Arrangements und Interpretationen jährlich in zahlreichen Konzerten in der Schweiz und im Ausland. Das Quintett ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Unter anderem wurde es 2016 mit dem Swiss Ambassador’s Award ausgezeichnet und zu einer Tournee durch Grossbritannien eingeladen. Es setzt sich für die Förderung neuer Musik ein und hat mehrere Kompositionsaufträge an junge Schweizer Komponisten vergeben.

Hinweis

Das Nexus Reed Quintet konzertiert am kommenden Sonntag, 4. März, um 17 Uhr in der Kollegikapelle in Altdorf. Der Eintritt ist frei (Türkollekte).

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